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Somalia

Lebensgrundlagen für Viehhirten in Galmudug

Projeknummer

K-SOM-2018-0233

Bezeichnung

Verbesserung der ökonomischen Situation von Pastoralisten

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Centre for Peace and Democracy

Kontinent

Afrika

Land

Somalia

Gesamtlaufzeit

01.08.2018 - 31.07.2020

Budget

1.600.000 Euro

Drittmittelgeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hintergrund:
In 2017 wurde Somalia von einer verheerenden Dürre getroffen, die rund eine Million Menschen im eigenen Land vertrieben hat. Eine Hungerkatastrophe konnte zwar abgewendet werden, vorbei ist die Krise aber nicht. In der Projektregion Galmudug haben von der Viehzucht lebende Pastoralisten in 2017 bis zu 65 Prozent ihrer Herden verloren, verursacht durch mangelndes Weideland, Wasserknappheit und Krankheiten. Rund 240.000 Menschen in der Region leiden unter Nahrungsmittelunsicherheit, mehr als 40.000 haben in den Städten der Region Zuflucht gesucht. In abgelegenen Gebieten suchen die Menschen, die ihre Lebensgrundlagen verloren haben, meist Zuflucht bei Verwandten. Doch auch die Gasthaushalte haben kaum Ressourcen, den Menschen zu helfen, wenn die Vorräte aufgebraucht sind.

Hilfsmaßnahmen:
Ziel ist es, die Lebensgrundlagen der Menschen wieder herzustellen und nachhaltig zu sichern. Außerdem soll die Bevölkerung zu ihren natürlichen Ressourcen, also Wasser und Weideland, sensibilisiert werden, um künftige Konflikte zu vermeiden.
Zu den Hilfsmaßnahmen gehören der Aufbau einer Wetterstation und die Schulung von Komitees in gemeinschaftlicher Ressourcenverwaltung. Pastoralisten werden darin geschult, sich an verändernde Regenzeiten anzupassen und nach alternativen Lebensgrundlagen zu suchen. Gemeindemitglieder bauen mittels Cash-for-work Sanddämme, die den Grundwasserspeicher der Region anheben sollen. Mit dem verdienten Geld können sie ihre Herden erneuern sowie Felder bewässern, die ihre Ernährungssituation verbessern. Zudem werden ehemalige Viehhirten in der Futterproduktion geschult und erhalten neben Saatgut für Futterpflanzen auch Materialien zur Wasserentnahme und zum Bau von Futterlagern.
Die größte Herausforderung für das Leben in der Region ist die Wasserkonservierung. Daher wird im Rahmen des Projekts eine Studie durchgeführt, die die Möglichkeiten von Sanddämmen, Wasserwannen, unterirdischen Dämmen, Flachbrunnen und weiteren Möglichkeiten der Konservierung von Oberflächenwasser untersucht.
Eine weitere Projektkomponente unterstützt Familien bei der Deckung ihrer Grundbedürfnisse nach Überflutungen. Die Begünstigten nehmen an Cash-for-Work teil und errichten neue Wasserstellen im Gemeindegebiet.

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