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Südsudan

Lebensgrundlagen für Vertriebene in Upper Nile

Projeknummer

K-SSD-2018-9005

Bezeichnung

Humanitäre Soforthilfe durch die Verteilung von Bargeld, die Diversifizierung von Lebensgrundlagen und Etablierung von Schutzmechanismen für Vertriebene, Rückkehrer und Aufnahmegemeinden in der Region Upper Nile, Südsudan

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Dan Church Aid (DCA)

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

01.09.2018 - 31.05.2020

Budget

3.600.000 Euro

Drittmittelgeber

Öffentliche Mittel / Auswärtiges Amt

Hintergrund:
Die gewaltsamen Konflikte im Südsudan haben sich seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens im September 2018 vielerorts reduziert und erste positive Folgen haben sich auch im Projektgebiet Upper Nile bemerkbar gemacht. Bewaffnete Konflikte zwischen den verfeindeten Parteien sind zurückgegangen. Erste Anzeichen von Vertrauen in einen dauerhaften Frieden und die verbesserte Sicherheitssituation haben eine Bevölkerungsbewegung zur Folge: viele Vertriebene kehren in das Projektgebiet zurück. Da die Versorgungslage in ihren Heimatgemeinden jedoch prekär ist, führt die Ankunft der Rückkehrer oftmals zu einer Verschlechterung der humanitären Lage.  Ressourcen wie Nahrungsmittel, Wasser und Weideland wird zusätzlich verknappt. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass Rückkehrer zu den bedürftigsten Bevölkerungsteilen gehören, da sie ihr Hab und Gut verloren haben und in ihrer Heimat oftmals bei Null anfangen müssen.

Hilfsmaßnahmen:
Um die akute Not der Bevölkerung zu lindern werden mehr als 11.000 Familien mit Bargeldtransfers unterstützt. Jede Familie erhält einen Betrag von rund 130 Euro, von dem sie ihre überlebensnotwendigen Bedarfe decken kann. Mehr als 3.300 Familien können durch Cash-for-Work ihr Einkommen aufbessern, etwa durch Bauarbeiten an der öffentlichen Infrastruktur. In einer weiteren Projektkomponente werden Hilfsgüter verteilt, mit denen sich die Menschen eine neue Lebensgrundlage aufbauen können. Dazu gehören Ausrüstungen für den Fischfang, die Ausgabe von Gemüsesaatgut und Pflanzensamen, Werkzeuge für den Ackerbau oder die Verteilung von Ziegen zur Gründung einer Viehzucht. Außerdem werden Trainings für Fischer durchgeführt und die logistische Infrastruktur lokaler Märkte unterstützt, damit die Fischer ihre Produkte gut verkaufen können. Insgesamt profitieren mehr als 32.500 Familien, knapp 200.000 Personen, von dem Projekt.
 

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