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DR Kongo

Humanitäre Hilfe und Ebola-Prävention in Nord-Kivu und Ituri

Projeknummer

K-COD-2018-9004

Bezeichnung

AA: Multisektorielle humanitäre Hilfe (u.a. Cash) für konfliktbetroffene Vertriebene, Rückkehrer und Gastfamilien in den Territorien Beni, Irumu und Djugu, DR Kongo.

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

PPSSP

Kontinent

Afrika

Land

DR Kongo

Gesamtlaufzeit

01.09.2018 - 31.03.2020

Budget

4.400.000 Euro

Drittmittelgeber

Öffentliche Mittel / Auswärtiges Amt

Hintergrund:
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Demokratische Republik Kongo Schauplatz gewalttätiger Konflikte, die in verschiedenen Regionen des Landes immer wieder aufflammen. Im Frühjahr 2018 hat sich die humanitäre Krise besonders in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri wieder verschärft: mehr als 5.000 Menschen wurden pro Tag durchschnittlich vertrieben, ein Großteil davon sind Frauen und Kinder. In den Territorien Djugu und Bunia in der Provinz Ituri haben Kämpfe zwischen bewaffneten Milizen sowie dem kongolesischen Militär die Zahl der Vertriebenen im Laufe des Jahres auf insgesamt mehr als 700.000 ansteigen lassen.
Seit August 2018 sind die Provinzen Nord Kivu und Ituri zudem von einem Ebola-Ausbruch betroffen, dem bisher mehr als 500 Menschen zum Opfer fielen. Die lokalen Gesundheitsbehörden haben humanitäre Organisationen in der Region um Hilfe gebeten, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Hilfsmaßnahmen:
Damit die Ausbreitung des Ebolavirus verhindert wird, stehen eine verbesserte Hygiene und Aufklärung der Bevölkerung im Fokus des Projekts. Besonders wichtig sind dabei der Zugang zu Toiletten und ein sicheres Abwassermanagement.
Deshalb werden bis März 2020 an öffentlichen Plätzen, Gesundheitsstationen und Schulen insgesamt 1.500 Latrinen gebaut. Um die Epidemie zu bekämpfen, werden außerdem in 10 Gesundheitszonen mehr als 500 Laserthermometer bereitgestellt, um an Schulen und öffentlichen Plätzen Fieberscreenings durchzuführen. An mehr als 1.000 öffentlichen Plätzen werden zudem Handwasch-Vorrichtungen eingerichtet. Außerdem werden zahlreiche Maßnahmen zur Überwachung der Epidemie durchgeführt: Multiplikatoren werden in der Aufklärung über die Krankheit geschult, Aufstelltafeln mit Präventivmaßnahmen bereitgestellt oder Informationsveranstaltungen durchgeführt. 

Die humanitären Bedarfe in Ituri und dem Nord-Kivu sind enorm. Durch die wiederkehrenden Konflikte und Vertreibungen leiden viele Menschen an Hunger und Mangelernährung. Die angespannte Sicherheitslage lässt oft nicht zu, Felder zu bestellen. Vertriebene finden von ihrem Besitz meist nichts mehr vor, wenn sie in ihr Zuhause zurückkehren. Ihre Felder wurden geplündert, die Hütten niedergebrannt. Daher soll mit einer weiteren Projektkomponente die Ernährungssituation der Menschen verbessert werden: 15.000 besonders bedürftige Frauen und Kinder werden mit einem kalorienreichen Spezialbrei versorgt, damit sie wieder zu Kräften kommen. Außerdem werden an 4.500 Familien landwirtschaftliche Produktionsmittel verteilt.

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