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Kolumbien

Hilfe für venezolanische Flüchtlinge

Projeknummer

K-AMM-2019-9002

Bezeichnung

Humanitarian assistance and protection for Venezuelan in Colombia

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

DKH-LA

Kontinent

Amerika

Land

Kolumbien

Gesamtlaufzeit

01.08.2019 - 31.07.2020

Budget

1.251.605 Euro

Drittmittelgeber

European Commission - Humanitarian Aid

Hintergrund:
Die humanitäre Situation in Venezuela hat sich in den letzten Jahren immer weiter zugespitzt. In 2019 waren insgesamt 7 Millionen Venezolaner auf humanitäre Hilfe angewiesen. Als Folge des wirtschaftlichen Niedergangs des Landes sind seit 2015 mehr als 1,6 Millionen Menschen in den Nachbarstaat Kolumbien geflohen. Insgesamt haben nur 4 Millionen Einwohner das Land verlassen.
In einigen Gemeinden stellen die venezolanischen Flüchtlinge inzwischen einen hohen Anteil der Gesamtbevölkerung dar, so dass Fremdenfeindlichkeit ein zunehmendes Problem ist. Ihr Zugang zu einer legalen Registrierung und zu gesundheitlicher Versorgung ist schlecht, zudem leiden viele an akuter Mangelernährung. In der Stadt Cali leben nach offiziellen Schätzungen etwa 30-60.000 Venezolaner unter prekären humanitären Bedingungen. Der größte Bedarf liegt in der Nahrungsmittelversorgung der unter 5-Jährigen, der Gesundheitsvorsorge wie etwa Gelbfieber-Impfungen, der Rechtsberatung sowie dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Missbrauch und Ausbeutung.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt leistet humanitäre Hilfe und Schutz für venezolanische Flüchtlinge in Kolumbien. Zu den Hilfsmaßnahmen im Bereich Schutz gehören Rechtsberatung und Workshops zum Thema sexuelle Gewalt und Ausbeutung. Bei Bedarf wird Begleitung zu Gesundheitseinrichtungen angeboten. Freizeit- und Sportangebote helfen den Flüchtlingen bei der Integration in die Gastgemeinden und helfen, zunehmende Fremdenfeindlichkeit zu vermeiden. In Cali werden sechs Tageszentren für Kleinkinder eingerichtet, die dort Mahlzeiten erhalten und von Erziehern betreut werden. Die Tageszentren fungieren zudem als Anlaufstellen für Flüchtlinge, in denen auch Rechtsberatung und psychologische Betreuung durchgeführt wird. Eine weitere Hilfskomponente ermöglicht Kindern die Teilnahme am Schulbesuch. So werden 450 Schüler mit Schulkits versorgt, damit sie am Unterricht teilnehmen können. Um die schlechte Ernährungslage der Flüchtlinge zu verbessern, werden Kinder unter 5 Jahren sowie schwangere und stillende Frauen gegen Unterernährung behandelt. Auch Ergänzend werden Wasserreinigungsfilter, Hygienekits, Plastikplanen und Moskitonetze verteilt, die die Grundversorgung der Flüchtlinge sichern. Insgesamt profitieren 9.750 Personen von dem Projekt, darunter zehn Prozent Kleinkinder.

 

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