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Myanmar

Hilfe für die Rohingya

Projeknummer

K-MMR-2019-0171

Bezeichnung

Würdige Lebensbedingungen und friedliche Koexistenz zwischen Rohingya-Binnenvertriebenen, Gastgeber- und Nachbargemeinden im Rakhine State

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Lutheran World Federation Myanmar

Kontinent

Asien

Land

Myanmar

Gesamtlaufzeit

01.08.2019 - 31.07.2022

Budget

1.100.000 Euro

Drittmittelgeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hintergrund:

Der Bundesstaat Rakhine im westlichen Teil Myanmars ist eine der ärmsten Regionen im Land. Tief verwurzelte Konflikte innerhalb der ansässigen Bevölkerung, den buddhistischen Rakhine und den muslimischen Rohingya-Gemeinschaften, lassen den Landesteil nicht zur Ruhe kommen. In Zentral-Rakhine verweilen etwa 128.000 Muslime, davon rund 126.000 staatenlose Rohingya. Sie sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, haben keinen Zugang zu einer Grundversorgung und leben in lagerähnlichen Einrichtungen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Für viele Einwohner Myanmars gelten die Rohingya als illegale Einwanderer aus Bangladesch. Auch deshalb gibt es immer wieder körperliche Übergriffe, Entführungen, Erpressungen, willkürliche Verhaftungen und andere schwere Menschenrechtsverletzungen. Die Rohingya leiden unter großer struktureller Armut aufgrund des erzwungenen Mangels an Existenzgrundlagen und haben kaum Zugang zu Bildung.

Hilfsmaßnahmen:

Mit dem Projekt sollen die unwürdigen Lebensbedingungen der Vertriebenen verbessert werden. Dazu werden in den Vertriebenenlagern 24 Langhäuser wiederaufgebaut, die Schutz vor der Witterung bieten. Zudem werden in zehn Lagern und acht Gastgemeinden temporäre Lernunterkünfte gebaut, damit Kinder und Jugendliche einen Zugang zu Bildung erhalten. Ergänzend werden Schulmanagement-Komitees und Kinderclubs gegründet. Zur Verbesserung der Ernährungslage werden Gemüsegärten eingerichtet, von denen 700 Familien profitieren. Außerdem erhalten 250 Personen berufsbildende Schulungen, damit sie künftig ein Einkommen erzielen können. Im Bereich Katastrophenschutz wird ein gemeindebasiertes Katastrophenmanagement eingeführt, zudem werden Freiwillige im Brandschutz geschult.
Eine weitere Projektkomponente unterstützt das friedliche Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen in den Gemeinden. Dazu werden gemeinschaftlich kleine Bauprojekte umgesetzt, von denen alle profitieren. Außerdem werden Frauengruppen gegründet und über geschlechterspezifische Gewalt aufgeklärt.
Von dem Projekt profitieren insgesamt mehr als 37.000 Personen. Neben vertriebenen Rohingya gehören auch Einwohner der Gast- und Nachbargemeinden in den Distrikten Sittwe, Pauktaw und Mrauk zu den Begünstigten.

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