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Somalia

Heuschreckenhilfe

Projeknummer

K-SOM-2020-4064

Bezeichnung

Gemeindebasierte Kontrolle des Wüstenheuschreckenbefalls im Staat Galmudug, Süd-Zentral-Somalia

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Centre for Peace and Democracy (CPD)

Kontinent

Afrika

Land

Somalia

Gesamtlaufzeit

01.12.2020 - 28.02.2022

Budget

150.000 Euro

Hintergrund:
Somalia ist mit einer dreifachen Krise durch wiederholte Wüstenheuschreckeninvasionen, Überschwemmungen und die Coronapandemie konfrontiert. Der stark voranschreitende Klimawandel wird für die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Dürren, Überschwemmungen, tropischen Wirbelstürmen und die jüngste Heuschreckenplage verantwortlich gemacht. Dadurch verlieren immer mehr Menschen ihr Hab und Gut und können ihren Lebensunterhalt nicht mehr sichern. Besonders betroffen sind Pastoralisten, denn die Krisen der letzten Jahre haben ihren Viehbestand dezimiert. Im Bundesstaat Galmudug ist die Vieh- und Weidewirtschaft ein wichtiger Erwerbszweig für mehr al 70 Prozent der Bevölkerung.
Im Oktober und November 2020 kam es erneut zu starken Regenfällen, die ideale Brutbedingungen für neue Heuschreckenschwärme schufen. Die somalische Regierung hat den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe in der Bekämpfung der Invasion gebeten, damit eine Hungerkrise verhindert werden kann. Laut FAO ist die Kontrolle der Brutgebiete besonders wichtig, um die Lebensgrundlagen der Menschen zu schützen. Die sozioökonomischen Folgen der Coronapandemie erschüttern die Region zusätzlich und verschärfen die Ernährungsunsicherheit, unter der bereits mehr als 2,6 Millionen Menschen in Somalia leiden.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt trägt dazu bei, die durch Heuschrecken verursachten Schäden an Weideland und Feldfrüchten zu minimieren.
In den fünf Zielgemeinden werden 50 Heuschrecken-Kontrollgruppen gebildet, die aus jeweils zehn Personen bestehen. Die Mitglieder der Kontrollgruppen werden zusammen mit lokalen Beamten und Gemeindemitarbeitern in der mechanischen Kontrolle und Bekämpfung der Heuschrecken geschult. Außerdem werden Aufklärungsmaterialien produziert und verteilt sowie Radiospots ausgestrahlt, die über Bekämpfungsmaßnahmen informieren. Für die Durchführung der mechanischen Heuschreckenbekämpfung werden 150 Freiwillige geschult. Sie erhalten Arbeitswerkzeuge und Materialien wie Rechen, Äxte, Schaufeln, Plastikfolien und Stangen zur Bekämpfung der Heuschrecken. Die Larven und Eier der Insekten werden getötet und vergraben.
Zum Schutz vor dem Coronavirus werden 1.800 Gesichtsmasken sowie Handdesinfektionsmittel an die die Gemeindemitglieder und die Helfer*innen verteilt, die am Projekt teilnehmen. Die gemeindebasierten Heuschrecken-Kontrollgruppen werden zudem mit den relevanten Bezirksbehörden vernetzt und Instanzen des Katastrophenmanagements, damit befallene Gebiete rasch gemeldet werden können.

 

 

 

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