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Südsudan

Existenzsicherung in Zentral Äquatoria

Projeknummer

K-SSD-2019-4088

Bezeichnung

Integriertes Program für Ernährungssicherheit, Existenzsicherung und Schutz in Kajokeji, Zentral Äquatoria, Südsudan

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

TITI Foundation

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

01.12.2019 - 30.11.2020

Budget

300.000 Euro

Hintergrund:
Der Südsudan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Der erst 2011 gegründete und jüngste Staat der Welt ist von Gewalt, Hunger und Chaos geprägt. Seit 2013 herrscht Bürgerkrieg, der trotz Friedensbemühungen in unterschiedlichen Regionen immer wieder aufbricht. Mehr als 4 Millionen Menschen mussten in den letzten Jahren ihre Heimat verlassen und aus Angst um ihr Leben in eine ungewisse Zukunft aufbrechen. Aktuell sind immer noch knapp 1,5 Millionen Menschen im eigenen Land vertrieben, 2,2 Millionen leben als Flüchtlinge außerhalb des Landes. Sie alle hoffen auf Rückkehr in ihre Heimatdörfer. Doch die Wirtschaft des Landes liegt am Boden, die Inflation lässt Lebensmittelpreise steigen und steigen. Nahrungsmittelknappheit gehört längst zum Alltag der Bevölkerung und immer mehr Familien wissen nicht, wie sie am nächsten Tag satt werden sollen. Auch im südlichen Bundesstaat Zentral Äquatoria ist die Not groß. Im Bezirk Kajokeji besteht die Bevölkerung zu mehr als 70 Prozent aus Vertriebenen, die kaum Existenzgrundlagen haben. Ihre Ernährungslage ist schlecht, die Wasser- und Hygieneversorgung völlig unzureichend.

Hilfsmaßnahmen:
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt gemeinsam mit der Partnerorganisation Titi-Foundation die Existenzsicherung von intern Vertriebenen, Rückkehrern und Einwohnern der Gastgemeinden. So werden Bauerngruppen gegründet, in denen Frauen und Männer Schulungen zu nachhaltigen Anbaumethoden bekommen. Das vermittelte Wissen wird sowohl theoretisch als auch praktisch in Demonstrationsgärten. Zudem werden 1.480 Familien mit Werkzeugen, Saatgut und Fanggeräten ausgestattet, damit sie ihre Lebensmittelproduktion verbessern können. Für den Fischfang gibt es gesonderte Schulungen, die nachhaltige Fangmethoden, Fischkonservierung und Fischvermarktung beinhalten.
Eine weitere Projektkomponente richtet sich an die Lebensumstände von Frauen und Mädchen. So werden Hygieneschulungen durchgeführt und Hygienematerialien und Seife verteilt. Zudem werden an fünf Schulclubs Aufklärungskurse zu geschlechterspezifischer Gewalt durchgeführt. Von dem Hilfsprojekt profitieren insgesamt mehr als 4.250 Menschen.

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