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Niger

Ernährungssicherung in Diffa

Projeknummer

K-NER-2020-4030

Bezeichnung

Humanitäre Unterstützung (Ernährungssicherung, Nutrition, NFI) zur Überlebenssicherung und Resilienzstärkung der von Konflikt und Naturkatastrophen betroffenen Haushalte in Diffa, Niger.

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Kundji Fondo

Kontinent

Afrika

Land

Niger

Gesamtlaufzeit

15.04.2020 - 15.12.2021

Budget

240.000 Euro

Hintergrund:
Die anhaltende Krise in der Tschadsee-Region hat sich in Jahr 2019 verstärkt und zu mehrfachen Flüchtlingsströmen und internen Vertreibungen geführt. Die Zahl der Angriffe aufgrund des Konflikts hat sich in 2019 vervierfacht und nicht nur die Sicherheitslage der Bevölkerung verschlechtert, sondern auch ihre ökonomischen Aktivitäten und Lebensgrundlagen stark beeinträchtigt. Neben der aktuellen Krise leidet die Bevölkerung an extremen klimatischen Bedingungen wie Überschwemmungen und Dürre sowie an dem seit 2009 anhaltenden gewaltsamen Konflikt der Terrororganisation Boko Haram. Die Folgen dieser Krisen sind die massive Vertreibung der Bevölkerung, die mangelnde Bewirtschaftung der Felder und Fischereigebiete, die Ausbreitung von Hunger und Mangelernährung sowie die Verarmung der Familien und der Abbau des Bildungssystems. 

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt richtet sich an notleidende Vertriebene, Flüchtlinge, Rückkehrer und ihre Gastfamilien in Maina Kadari, Boudouri und Gueskérou in der Region Diffá. Die Ernährungs- und Einkommenssituation der Begünstigten wird verbessert und ihre Versorgung mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln gesichert. 300 Familien, in denen Kinder und Mütter von Mangel- und Unterernährung betroffen sind, werden mit Lebensmittelverteilungen für drei Monate. Auch Decken, Moskitonetze, Seife, Desinfektionsmittel, Schüsseln und Kochutensilien gehören zu den Hilfsgütern. Außerdem werden in jeder Gemeinde monatlich Screenings auf Mangel- und Unterernährung durchgeführt. Besonders schwer unterernährte Kinder werden mit ihren Müttern in ein Ernährungszentrum überwiesen und dort behandelt. Die begünstigten Frauen werden außerdem zu gesunder Ernährung sensibilisiert und nehmen an Kochschulungen teil, in denen Wissen zu kalorienreicher Nahrung vermittelt wird.
In einer weiteren Projektkomponente werden einkommensschaffende Maßnahmen durchgeführt, damit sich die 300 begünstigten Familien eine Lebensgrundlage aufbauen können. Zu diesen Familien gehören auch 90 Haushalte mit schwangeren Frauen und stillenden Müttern. Sie werden bei der Auswahl und der Entwicklung einer Aktivität begleitet und erhalten technische Schulungen und Produktionsmittel. 30 Frauen werden ebenfalls im Nähen und der Korbmacherei ausgebildet und mit entsprechendem Material wie etwa Nähmaschinen ausgestattet. Insgesamt profitieren 1.500 Personen von den Hilfsmaßnahmen.
Zur Prävention von Covid-19 werden die Einwohner der drei Dörfer über unterschiedliche Medien, darunter auch Radiosendungen, zu Hygienepraktiken sensibilisiert. Die 300 begünstigten Haushalte werden im Bau von Tippy-Tap Handwaschanlagen gefördert und erhalten Hygiene-Kits mit Seife und Desinfektionsmitteln. Auch die Projektteams der Partnerorganisation werden mit entsprechenden Schutzmaterialien versorgt und in deren Handhabung geschult.

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