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Syrien

Ernährungshilfe und Bildung für Vertriebene

Projeknummer

K-SYR-2020-4035

Bezeichnung

Syrien – Stärkung der Grundversorgung der vom Konflikt betroffenen vulnerablen Gruppen

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

DKH

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

15.03.2020 - 14.03.2021

Budget

320.000 Euro

Hintergrund:
Im zehnten Jahr der Syrienkrise ist die humanitäre Situation in vielen Regionen anhaltend schlecht. Sowohl vertriebenen Familien als auch aufnehmenden Familien fehlt es an allem Lebensnotwendigen: Nahrungsmittel, Trinkwasser, ein schützendes Dach über dem Kopf, sanitäre und gesundheitliche Versorgung sowie Bildungsmöglichkeiten. Nach Schätzungen der UN leben in Syrien acht von zehn Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Rund 9,8 Millionen Menschen gelten als ernährungsunsicher und weitere 1,9 Millionen Menschen sind von Ernährungsunsicherheit bedroht. Vertriebene Familien geben in Umfragen mehrheitlich an, dass sie maximal eine Mahlzeit pro Tag zu sich nehmen und oftmals keine Kochutensilien haben, um warme Mahlzeiten zuzubereiten.
Neun Jahre nach dem Beginn des Syrienkriegs gehen 2,8 Millionen Kinder nicht zur Schule. 1,3 Millionen Kinder sind dem Risiko ausgesetzt, bald keine Schule mehr besuchen zu können. 2 von 5 Schulen sind beschädigt oder zerstört oder werden anderweitig genutzt. Kinder sind damit überproportional vom Konflikt bedroht. In Syrien droht eine verlorene Generation heranzuwachsen, die keinen Zugang zu Bildung hat.
Die Corona-Pandemie droht die Notsituation zusätzlich zu verschärfen. Auch wenn Syrien im April 2020 erst wenige bestätigte Fälle aufweist, wird eine wesentlich höhere Dunkelziffer befürchtet. Viele binnenvertriebene Familien sind besonders gefährdet und einem Ausbruch von Infektionskrankheiten nahezu schutzlos ausgeliefert.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt leistet durch Nahrungsmittelhilfe und Bildungsmöglichkeiten einen Beitrag, damit notleidende Familien ihre Grundbedürfnisse decken können. So werden mehr als 2.400 Familien in Notunterkünften mit warmen Mahlzeiten, die in zehn Gemeindeküchen zubereitet werden, versorgt. Damit das Leben auch in der Notsituation weitergeht, wird insgesamt 555 Kindern und Jugendlichen der Schulbesuch ermöglicht. Zudem sollen 33 Kinder in der Kinderbetreuung und 42 Erwachsene in Alphabetisierungskursen aufgenommen werden. Zuvor wird ein Schulgebäude entsprechend ausgestattet. Weiblichen Schülerinnen wird zudem eine Transportmöglichkeit zur Schule angeboten. Auch die Unterhaltskosten der Schule sowie Bücher und Lernmaterialien werden im Rahmen des Projekts finanziert.
Um der Ausbreitung des Corona-Virus vorzubeugen, werden die Projektmitarbeiter mit Masken und Handschuhen ausgestattet, zudem steht in den Schulen Handdesinfektionsmittel bereit und zu Covid-19 wird aufgeklärt. Solange die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der COVID-19 Pandemie gelten, werden warme Mahlzeiten von Haustür zu Haustür verteilt. Solange die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der COVID-19 Pandemie gelten, bleibt die Schule geschlossen und der Unterricht wird online aufgenommen. Die Lehrer*innen stellen ihren Schüler*innen Tutorials im Internet bereit. Insgesamt profitieren 15.720 Personen von dem Projekt.

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