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Syrien

Ernährungshilfe, Lebensgrundlagen und Winterhilfe

Projeknummer

K-SYR-2022-4011

Bezeichnung

Syrien – Resilienzmaßnahmen, Schutzmaßnahmen und Nothilfemaßnahmen für vulnerable Gruppen

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

DKH

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

01.01.2022 - 30.06.2023

Budget

1.500.000 Euro

Hintergrund:
Der Syrienkrieg befindet sich im elften Jahr. Die Lebensumstände bleiben katastrophal. Nach Angaben der UN sind 6,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Die humanitäre Lage in Syrien hat sich in 2021 weiter verschlechtert. 13,4 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als 2 Millionen hilfsbedürftigen Menschen (plus 21 %) im Vergleich zum Vorjahr.

Hilfsmaßnahmen:
Durch die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit. 60 Personen ohne Berufsausbildung werden acht Monate lang in einem Nähzentrum zu Näher*innen ausgebildet. In den ersten sechs Monaten sechs Monaten werden verschiedene Schnittmuster und Nähtechniken erlernt, in zwei weiteren Monaten werden wichtige Berufs-und Geschäftskompetenzen geschult. Insgesamt werden 14.000 Winterjacken, 60.000 Gesichtsmasken und 2.500 Sets Kinderkleidung genäht und an Kinder und Erwachsene in Camps oder Sammelunterkünften verteilt. Im Anschluss erhalten 40 engagierte Begünstigte Startup Kits, um sich entweder selbstständig zu machen oder ihren Arbeitsplatz in einer bestehenden Textilfabrik auszustatten. Die Begünstigten können sich mit der erworbenen Ausbildung eine neue Lebensgrundlage aufbauen, gleichzeitig unterstützt die produzierte Kleidung die Winterhilfe für notleidende Kinder.

Eine weitere Projektkomponente leistet überlebenswichtige humanitäre Hilfe durch Cash-for-Work: 180 Männer reparieren Wasserkanäle und setzen stillgelegte Leitungen instand. Dafür erhalten sie rund 116 Euro monatlich und können lebenswichtige Bedarfe decken. Zudem profitieren 200 Bauern von den Instandsetzungen der Kanäle. Mehr als 1.100 Frauen nehmen ebenfalls am Cash-for-Work-Programm teil: sie stricken zu Hause 2.800 Kleidungssets und erhalten dafür ebenfalls 116 Euro monatlich. Im ersten Monat werden Handschuhe, Schals und Mützen gestrickt. Im zweiten und dritten Monat werden Pullover gestrickt. Die Kleidungsstücke werden an bedürftige Kinder verteilt und leisten einen weiteren Beitrag zur Winterhilfe.

Ergänzend fördert das Projekt ein Gemeindezentrum und schafft durch gemeinschaftsbasierte Ansätze mehr Schutz für Personen mit besonderen Hilfsbedarfen. Neben bewusstseinsschaffenden Aufklärungssitzungen wird auch psychosoziale Hilfe angeboten. So werden mehr als 270 Gruppensitzungen und über 100 Einzelsitzungen zu psychosozialer Hilfe angeboten. Mehr als 1.800 Kinder können während der Projektlaufzeit im Gemeindezentrum betreut werden und zu wichtigen Themen wie Hygiene gewaltfreier Problemlösung kindgerecht sensibilisiert oder erhalten psychosoziale Betreuung. Zum Angebot des Gemeindezentrums gehört auch ein mobiles Team, dass weitere 660 Bedürftige in stark abgelegenen Gebieten erreicht.

Insgesamt profitieren rund 23.000 Menschen von dem Hilfsprojekt.

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