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Kenia

Dürrehilfe und Katastrophenvorsorge Marsabit

Projeknummer

K-KEN-2021-4041

Bezeichnung

Verbesserung der Katastrophenvorsorge und der Widerstandsfähigkeit von Gemeinden in Marsabit County

Thema

(Katastrophen-)Vorsorge

Träger

IREMO

Kontinent

Afrika

Land

Kenia

Gesamtlaufzeit

15.06.2021 - 14.07.2022

Budget

50.000 Euro

Hintergrund:
Die humanitäre Lage in Kenia hat sich aufgrund der COVID-19-Pandemie, der langsamen Erholung von der Dürre 2019, der Invasion von Wüstenheuschrecken, massiven Überschwemmungen und Krankheitsausbrüchen wie Cholera, Malaria und Atemwegserkrankungen rapide verschlechtert. Das Niveau der Unterernährung ist nach wie vor hoch. Die starke Regenzeit zwischen März und Mai 2020 führte zu massiven Überschwemmungen und Erdrutschen, von denen 233.000 Menschen betroffen waren und 116.000 vertrieben wurden. Die für 2021 prognostizierten unterdurchschnittlichen Regenfälle haben die Ernährungsunsicherheit verstärkt und die Wasserknappheit verschärft. Abnehmende Futter- und Wasserressourcen führen zu einem Rückgang der Produktivität des Viehbestands und zu Konflikten um Weide- und Wasserquellen.
Marsabit gehört zu den trockensten Regionen Kenias. Der Lebensunterhalt basiert hauptsächlich auf Viehwirtschaft (Kamele, Schafe und Ziegen) und in geringerem Maße auf kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Steigende Temperaturen und schwankende Niederschlagsmuster aufgrund des Klimawandels haben zu einer erhöhten Häufigkeit und Intensität von extremen Wetterereignissen wie Dürren und Überschwemmungen geführt und bedrohen das wirtschaftliche Überleben der Menschen.

Hilfsmaßnahmen:
Ziel des Projekts ist es, die betroffene Gemeinden in Marsabit widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels und die damit verbundenen Katastrophenrisiken zu machen. 300 Familien, deren Ernten durch die Wüstenheuschrecken dezimiert wurden, erhalten dürreresistentes Saatgut. Außerdem werden 120 Kleinbauern in Ackerbau und Viehzucht geschult. Um Ressourcenkonflikte zu vermeiden, werden 70 Gemeindemitglieder, die in Umweltmanagement-Komitees organisiert sind, in gemeinschaftlicher Landnutzung, der Koordination von Weideland und in Konfliktlösung fortgebildet. Außerdem wird ein Komitee für gemeindebasierten Katastrophenvorsorge ausgebaut, damit die Gemeinden bei künftigen Katastrophen handlungsfähiger sind. Die Mitglieder des Komitees werden in der Risikobewertung und in der Erstellung von Bereitschafts- und Notfallplänen der Gemeinde fortgebildet. Ergänzend werden Gemeindegruppen unterstützt, die soziale Maßnahmen durchführen, mittels derer die Widerstandskräfte gegenüber Katastrophen gestärkt werden.
Um dem akuten Wassermangel im Projektgebiet entgegenzuwirken, werden in fünf Dörfern Erdwannen gebaut, die Regenwasser auffangen und speichern. Die Gemeindemitglieder einigen sich auf einen Standort und führen den Aushub der Erdwannen als Teil ihres Beitrags zum Projekt durch. Zum Schutz vor Tieren und Krankheiten werden die Erdwannen eingezäunt. Außerdem werden zwei bestehende Erdwannen mit einem Bagger entschlammt und instandgesetzt. Von dem Projekt profitieren 3.720 Personen sowie mehr als 500 Mitglieder der Gemeindegruppen und Komitees.

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