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Kenia

Dürrehilfe Marsabit

Projeknummer

K-KEN-2021-4063

Bezeichnung

Soforthilfe für die von Dürre und Covid-19 betroffenen Menschen in Marsabit County / Nordkenia (Ko-finanzierung DCV und DKH)

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Caritas

Kontinent

Afrika

Land

Kenia

Gesamtlaufzeit

01.09.2021 - 30.06.2022

Budget

50.000 Euro

Hintergrund:
Die Ernährungslage in den trockensten Bezirken Kenias hat sich aufgrund unterdurchschnittlicher Regenfälle in den letzten 12 Monaten verschlechtert. Die kenianische Regierung hat deshalb am 8. September 2021 Dürre zu einer landesweiten Katastrophe erklärt. Nach jüngsten UN-Angaben sind in den trockensten Gebieten des Landes mehr als 2,1 Millionen Menschen aufgrund der schlechten Ernte mit einer schweren Ernährungsunsicherheit konfrontiert. Die Hauptbedürfnisse der Betroffenen sind, abgesehen von der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, der Zugang zu Wasser unter angemessenen hygienischen und sanitären Bedingungen sowie die finanzielle Unterstützung der Familien, um den weiteren Verlust ihrer Lebensgrundlagen, etwa ihrer Viehbestände, zu vermeiden. Die Region Marsabit im Norden Kenias ist neben der Dürresituation seit 2020 zusätzlich von den Auswirkungen der Heuschreckenplage und ansteigenden COVID-19 Fällen ausgesetzt. Zu den größten Bedarfen gehört eine sichere Wasserversorgung für Mensch und Vieh sowie Gesundheits- und Hygienemaßnahmen.  

Hilfsmaßnahmen:
Gemeinsam mit der Partnerorganisation PACIDA leistet die Diakonie Katastrophenhilfe Dürrehilfe in der besonders von Trockenheit geplagten Region Marsabit. So werden 4.500 Menschen drei Monate lang mit Trinkwasserlieferungen unterstützt. Pro Person werden täglich 7,5 Liter ausgegeben, was dem internationalen SPHERE-Standard entspricht. Am Standort El-Boru Magadho wird ein Brunnen gebohrt, der künftig 3.300 Menschen und 9.000 Nutztiere mit Trinkwasser versorgt. Außerdem werden 4 weitere Bohrlöcher saniert und eine kommunale Wasserversorgung ausgebessert. Ergänzt werden die Baumaßnahmen durch die Bildung von Wassermanagement-Komitees, die sich um die Instandhaltung der Anlagen kümmern.
Zur Verbesserung der Hygiene wird die sanitäre Infrastruktur einer Schule für 350 Schüler verbessert. Die Schüler werden außerdem mit einer Schulspeisung unterstützt, um dem Hunger entgegenzuwirken. Zur langfristigen Verbesserung der Hygiene in der Region werden zudem 300 Jugendliche und Frauen in der Herstellung von Flüssigseife zum Händewaschen geschult. Dazu erhalten sie Kits, die alle notwendigen Materialien enthalten.
Damit aufgrund der knappen Ressourcen keine Konflikte in der Bevölkerung entstehen, werden zudem zehn Dialogveranstaltungen für insgesamt 6.000 Personen durchgeführt.
Das Projekt wird von Caritas International durchgeführt und von der Diakonie Katastrophenhilfe kofinanziert. Insgesamt profitieren knapp 23.000 Personen von den Hilfsmaßnahmen.

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