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Somalia

Dürrehilfe für Vertriebene in Galmudug

Projeknummer

K-SOM-2022-4028

Bezeichnung

Nothilfe für besonders vulnerable Dürre- und Gewaltbetroffene Binnenvertriebene in den Bezirken Adado, Abudwak und Galkayo Süd

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Centre for Peace and Democracy (CDP)

Kontinent

Afrika

Land

Somalia

Gesamtlaufzeit

01.04.2022 - 30.11.2022

Budget

600.000 Euro

Hintergrund:
Somalia ist von der akuten Dürre am Horn von Afrika am stärksten betroffen. Durch mehrere unterdurchschnittliche Regenzeiten ist der Bedarf nach Wasser-, Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung massiv gestiegen. Nach Schätzungen der UN werden bis Mitte 2022 ca. 4,5 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit (IPC-Phase 3+) betroffen sein, darunter mehr als 1,4 Millionen Kinder.
Der kritische Wassermangel zwingt viele Familien dazu, in andere Gebiete abzuwandern. In manchen Regionen sind die Wasserpreise um bis zu 160 Prozent gestiegen. Einige Gemeinden verwenden kontaminiertes Wasser und riskieren den Ausbruch von Krankheiten und Infektionen. Mehr als 600.000 Somalier hat die derzeitige Dürre bereits vertrieben. Am meisten gefährdet sind ältere Menschen, schwangere und stillende Frauen sowie Kinder. Die Binnenvertriebenen leben bereits unter harten Bedingungen in den Vertriebenensiedlungen und haben nur begrenzten Zugang zu Ressourcen, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Der Zustrom von Dürreflüchtlingen wird die Situation in den Binnenflüchtlingssiedlungen wahrscheinlich noch verschlimmern.
Besonders dramatisch ist die humanitäre Situation im Bundesstaat Galmudug. Berichten zufolge kommen täglich durchschnittlich 100 durch die Dürre vertriebene Menschen in der Stadt Galkayo an. In den Bezirken Adado und Abudwak ist die Situation unverändert, auch dort werden immer wieder neue Vertriebene registriert. Auch die Sorge um den Schutz der Kinder hat zugenommen, da es Berichte über Trennung, Vernachlässigung, Missbrauch und Ausbeutung von Kindern gab, von denen vor allem diejenigen betroffen waren, die die Schule abgebrochen hatten. Die meisten der durch die Dürre Vertriebenen sind Frauen, ältere Menschen und Kinder, die weite Strecken zurücklegen müssen, um städtische Gebiete und Siedlungen zu erreichen, was ihre Gefährdung erhöht. Schutzbedenken dürften bei allen Gruppen zunehmen und sich vor allem bei jungen Frauen in negativen Bewältigungsstrategien äußern, da sich die Situation in den Haushalten aufgrund der sich verschlechternden Dürre und der wirtschaftlichen Lage verschlechtert.

Hilfsmaßnahmen:

Als Reaktion auf die zunehmende Dürre und auf die wachsende Hungerkatastrophe in Somalia ist das oberste Ziel des Projekts, einen Beitrag zu einem verbesserten und sicheren Zugang zu Wasser und Hygiene, zur Ernährungssicherheit sowie zu anderen Grundbedarfen für besonders von der Dürre und vom Gewaltkonflikt betroffene Binnenvertriebene zu leisten.
966 vertriebene Familien in zehn neu entstandenen Camps sowie in 5 Dörfern in den Bezirken Adado, Abudwak, und Galkayo Süd erhalten fünf Monate lang Bargeldhilfen, um überlebenswichtige Bedarfe zu decken. Jede Familie bekommt Geldleistungen von rund 100 Euro pro Monat zur Verfügung gestellt. Von den Maßnahmen werden mindestens 5.796 besonders vulnerable Frauen, Mädchen, Jungen und Männer, inklusive Menschen mit Behinderungen profitieren.

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