jetzt spendenspenden
Somalia

Dürrehilfe für Vertriebene in Baidoa

Projeknummer

K-SOM-2022-4027

Bezeichnung

Integrierte Soforthilfe mit besonderem Schwerpunkt auf Ernährungssicherheit und WASH für die von der Dürre betroffene Hirtengemeinschaft und neu angekommene Binnenvertriebene

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Sustainable Development and Peace Building Initiative (SYPD)

Kontinent

Afrika

Land

Somalia

Gesamtlaufzeit

01.04.2022 - 31.08.2022

Budget

550.000 Euro

Hintergrund:
Laut den UN werden bis Mitte 2022 ca. 4,5 Millionen Menschen in Somalia von akuter Ernährungsunsicherheit (IPC-Phase 3+) betroffen sein, darunter mehr als 1,4 Millionen Kinder. Jedes zweite Kind unter 5 Jahren ist aufgrund der anhaltenden Dürre von akuter Unterernährung bedroht. Der kritische Wassermangel hat viele Familien gezwungen, in ländliche Gebiete abzuwandern. In einigen der am schlimmsten betroffenen Regionen sind die Wasserpreise um bis zu 160 Prozent angestiegen. Einige Gemeinden verwenden in ihrer Not verschmutztes Wasser und riskieren den Ausbruch von Krankheiten und Infektionen. Bereits jetzt sind mehr als 600.000 Somalier aufgrund der Dürre neu intern vertrieben. Am meisten gefährdet sind ältere Menschen, schwangere und stillende Frauen, Kinder und Binnenvertriebene. Die Binnenvertriebenen leiden unter vergangenen (Klima-) Katastrophen und leben bereits unter harten Bedingungen in den Vertriebenen-Camps. Sie haben nur begrenzten Zugang zu Ressourcen, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Der einsetzende Zustrom von Dürreflüchtlingen droht die Situation in ihren Camps weiter zu verschlimmern.
Aufgrund der Regenausfälle leiden 90 Prozent aller untersuchten Gemeinden im Südwesten des Landes unter mangelnden Weidegründen und Wassermangel für Menschen und Vieh. Mehr als die Hälfte aller Gemeinden verfügt nicht mehr über ausreichende Nahrungsmittel, so dass vor allem die Erwachsenen schon die Anzahl ihrer täglichen Mahlzeiten reduzieren und Mangelernährung zunimmt.

Hilfsmaßnahmen:
Mit dem Projekt reagiert die Diakonie Katastrophenhilfe auf die zunehmende Dürre und auf die wachsende Hungerkatastrophe in Somalia. Oberstes Ziel ist es, besonders von der Dürre betroffenen Menschen im Bezirk Baidoa, Region Bay, den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu einer ausreichenden Nahrungsmittelversorgung zu sichern. Hierbei verfolgt SYPD einen integrierten Nothilfeansatz: Gemeinsam mit anderen humanitären Organisationen und den betroffenen Zielgemeinden soll der dringende und nachhaltige Zugang zu Nahrung, zu Wasser sowie zu sanitären Einrichtungen gewährleistet werden.
830 binnenvertriebenen Haushalte in den neu entstandenen Camps in Baidoa Stadt erhalten drei Monate lang Bargeldtransfers, um ihre Grundbedarfe zu decken. 600 besonders bedürftige Familien erhalten zudem Wassergutscheine. Da es in den neu entstandenen Vertriebenen-Camps an Latrinen mangelt, wird SYPD zudem 40 geschlechterspezifische und barrierefreie Notfall-Latrinen bauen. Aufgrund des stark begrenzten Zugangs zu Märkten werden zudem Nahrungsmittel an 700 besonders vulnerable Familien in drei Gemeinden außerhalb von Baidoa Stadt verteilt. Zudem werden drei Brunnen instandgesetzt, um ausreichendes Trinkwasser für alle Mitglieder der drei Zielgemeinden sicherzustellen.
Von den Hilfsmaßnahmen des Projekts profitieren insgesamt mehr als 29.100 notleidende Menschen in den Vertriebenen-Camps in Baidoa sowie in den drei Zielgemeinden in den ländlichen Gebieten außerhalb der Stadt.

Zurück