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Syrien

Berufliche Trainings für Vertriebene

Projeknummer

K-SYR-2020-4074

Bezeichnung

Syrien – Stärkung der Widerstandsfähigkeit von vulnerablen Gemeinden durch die Widerherstellung der Lebensgrundlagen und der Stärkung der wirtschaftlichen Rolle von Frauen

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

GOPA

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

01.12.2020 - 31.05.2022

Budget

768.746 Euro

Hintergrund:
Seit 10 Jahren herrscht Krieg in Syrien. Die Lebensumstände im Land sind weiterhin katastrophal, ganze Stadtteile und Landstriche liegen in Trümmern Rund 80 Prozent der Einwohner Syriens leben unterhalb der Armutsgrenze. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 11,1 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, landesweit sind 6,1 Millionen Menschen intern vertrieben. Für 5,65 Millionen Notleidende gehört eine schützende Unterkunft zu den dringlichsten Bedarfen – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen ist.
Die Sicherung des Lebensunterhalts ist für einen Großteil der Einwohner zur Herausforderung geworden. Nach Schätzungen der UN ist über die Hälfte der Bevölkerung arbeitslos. Insbesondere unter Jugendlichen bis 24 Jahre ist die Arbeitslosenquote mit 75 Prozent besonders hoch. Unzureichende Einkommen, eine verminderte Kaufkraft, eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Flucht und Vertreibung haben dazu beigetragen, dass negative Bewältigungsstrategien, wie Kinderarbeit oder die Verheiratung minderjähriger Mädchen, verbreitet sind. Dadurch sind vor allem Frauen und Mädchen Risiken wie Ausbeutung und Belästigung ausgesetzt. Zusätzlich wirkt sich die Zerstörung der landwirtschaftlichen Infrastruktur vielerorts negativ auf die Ernährungssicherheit der Bevölkerung aus.

Hilfsmaßnahmen:
Das Hilfsprojekt der Diakonie Katastrophenhilfe richtet sich besonders an junge Frauen, die von Vertreibung betroffen sind und mit ihren Familien unter schlechtesten Bedingungen leben. Die Familien müssen oft mit weniger als 40 Dollar im Monat auskommen und sind von Nahrungsmittelhilfen abhängig.
450 Begünstigte, davon 70 Prozent Frauen, erhalten berufsbildende Trainings. Die zwei- bis dreimonatigen Kurse werden in Ausbildungszentren durchgeführt. Die Teilnehmer*innen können ihren Interessen und Talenten nach frei wählen, an welcher Ausbildung sie teilnehmen wollen. Angeboten werden beispielsweise Kurse im Schneidern und Nähen, im Frisieren oder in der Herstellung von Süßwaren. Aber auch handwerkliche Fertigkeiten wie Klempnerei, elektronische Gerätewartung oder die Reparatur von Computern gehören zum Auswahlspektrum. 150 weitere Personen nehmen an einem Business-Training teil, um anschließend ein eigenes Kleinunternehmen zu gründen. Ihnen werden betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt, zudem erhalten sie Zuschüsse zu notwendigen Anschaffungen, wie etwa Werkzeuge, Nähmaschinen oder Rohmaterialien.
Insgesamt profitieren 2.100 Personen von dem Projekt.

 

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