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Jemen

Nothilfe gegen Hunger, Wassermangel und Krankheiten

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 15.06.2022
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Der seit 2015 anhaltende Konflikt im Jemen hat das Land in eine unermessliche Not gestürzt: Von 30,5 Millionen Einwohnern sind mehr als 20 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) leiden mehr als 16 Millionen Menschen im Jemen unter akutem Hunger (Stand Dez. 2021). Rund 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt und dadurch besonders anfällig für Krankheiten. Wir sind gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen vor Ort, um Hunger zu bekämpfen und die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Durch die Kämpfe zwischen Houthi-Rebellen und der Regierung, die bereits seit sieben Jahren andauern, wurden bislang mehr als 4,2 Millionen Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben und leben unter oftmals menschenunwürdigen Bedingungen in notdürftigen Camps. Die Lebensbedingungen in den oftmals völlig überfüllten Lagen sind katastrophal. Der Krieg hat die Lebensgrundlagen der Bevölkerung, wie Viehzucht und Fischfang, zerstört. Durch mangelndes Einkommen können Millionen Menschen ihren Nahrungsmittelbedarf nicht mehr ausreichend decken. Hunger und Mangelernährung haben in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Naturkatastrophen verschlimmern die Not 

Doch das sind noch nicht alle Bedrohungen, mit denen die Menschen im Jemen kämpfen. Schwere Infrastrukturschäden durch den Krieg sowie Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Heuschreckenplagen verhindern eine Besserung der humanitären Situation. Und auch von der Corona-Pandemie bleibt der zerrüttete Staat nicht verschont. 

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  • Um einen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser zu schaffen, setzen wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Trinkwasseranlagen instand und reparieren die zugehörigen Leitungen.

  • Angesichts von Hunger und Mangelernährung steht auch die Ernährungslage der Menschen im Fokus unserer Hilfe: Besonders bedürftige Familien werden durch Bargeldhilfen unterstützt, die sie für den Einkauf von Nahrungsmitteln verwenden können. Außerdem ermöglichen Cash for Work-Angebote den Menschen ein eigenes Einkommen. 

  • Vertriebene Familien versorgen wir mit Hygiene-Sets.

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt

In Jemen herrscht die größte humanitäre Krise der Welt. Neben den Folgen des Bürgerkrieges gefährden Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Heuschreckenplagen die Bevölkerung – und auch Corona. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir die Menschen vor Ort.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 10.06.2022
Abdullah Gamal Abdullah/Diakonie Katastrophenhilfe

Wie wir Menschen mit Wasser versorgen und Hunger bekämpfen

In Jemen herrscht die größte humanitäre Krise der Welt. Neben den Folgen des Bürgerkrieges gefährden Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Heuschreckenplagen die Bevölkerung – und auch Corona. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir die Menschen vor Ort.

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Vom 06.04.2022

Hygiene-Berater retten Leben

Insbesondere dort, wo viele Menschen auf engstem Raum zusammenleben, können sich Infektionskrankheiten rasant ausbreiten. Um dies zu vermeiden, ist Aufklärungsarbeit notwendig. Daher bilden wir 50 Freiwillige zu Hygiene-Beratern aus.

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  • 02.02.2022
    YFCA

    Die Trinkwasserversorgung im Jemen ist in vielen Gebieten katastrophal. Wasserknappheit zwingt die Menschen dazu, lange Strecken bis zum nächsten Brunnen in Kauf zu nehmen. Da Wasserpumpen häufig defekt sind, müssen die Menschen verunreinigtes Wasser aus Gruben trinken und laufen Gefahr, schwer krank zu werden. Durch unsere Hilfe erhalten zehntausende Menschen wieder Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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  • 11.08.2021
    Abdullah Gamal / Diakonie Katastrophenhilfe

    Knapp die Hälfte der Bevölkerung hat weder eine Wasserversorgung noch Zugang zu sanitären Einrichtungen, viele leiden Hunger. Zusammen mit der Partnerorganisation Yemen Family Care Association (YFCA) setzen wir Trinkwasseranlagen instand und reparieren die zugehörigen Leitungen.

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  • 07.04.2021
    Building Foundation for Development

    Qadria und ihre Familie hatten ein gutes Leben. Die 20-jährige lebte mit ihrem Bruder und ihrer Mutter im Distrikt Nihm. Sie wohnten in einem kleinen Haus und Qadria hatte Arbeit: Sie bemalte Frauen und Mädchen bei Hochzeitsfeiern mit Henna. Durch den Krieg änderte sich plötzlich alles.

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  • 02.03.2021
    Abdullah Gamal / Diakonie Katastrophenhilfe

    Bei der UN-Geberkonferenz für den Jemen sind gerade einmal rund 1,7 Milliarden Dollar zusammengekommen. Diese Summe deckt weniger als die Hälfte des tatsächlichen Bedarfs! Die Vereinten Nationen sind alarmiert: Die Anzahl der unterernährten Kinder könnte im Laufe des Jahres um mehr als 20 Prozent steigen. Damit würde 400.000 Kindern der Hungertod drohen. Wir sind weiterhin vor Ort aktiv!

  • 01.03.2021

    Mit einer Geberkonferenz für den Jemen wollen die Vereinten Nationen heute Spenden sammeln, um die aktue Hungersnot so weit es geht abzumindern. Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe, dazu:

     

    „Die akute Not im Jemen ist erschreckend und besorgt uns zutiefst. Laut Vereinten Nationen könnte die Zahl der unterernährten Kinder im Laufe des Jahres um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen - 400.000 Kinder drohten zu verhungern. Wir erwarten von der internationalen Gemeinschaft heute substantielle Zusagen, um das Überleben hunderttausender Menschen im Jemen zu sichern. Im vergangenen Jahr haben die Geberländer nur etwa die Hälfte des von den UN geforderten Finanzbedarfs gedeckt. Dieses Missverhältnis zwischen Not und Hilfe darf sich keinesfalls wiederholen.“

     

  • 11.01.2021
    Abdullah Gamal / Diakonie Katastrophenhilfe

    Gemeinsam mit unserer Partneroganisation verteilen wir Kits mit verschiedenen Hygieneartikeln an 1.500 Familien. Hier bekommen Sie einen Einblick in die Verteilungen vor Ort.

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  • 14.08.2020

    Das Projekt hilft besonders Bedürftigen, ihren Nahrungsmittelbedarf zu decken und Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen zu erlangen. Insgesamt profitieren 52.500 Personen in 7.500 Familien von dem Projekt, welches mit Unterstützung des Auswärtigen Amts umgesetzt wird.

  • 03.06.2020

    80 Prozent der Jemeniten sind von humanitärer Hilfe abhängig. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, kritisiert die passive Haltung Deutschlands und der EU auf der von den UN und Saudi-Arabien ausgerichteten Geberkonferenz.

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  • 08.01.2020
    Mohamed Mutaher/Diakonie Katastrophenhilfe

    Der Regierungsbezirk Hajjah im Westen des Landes gehört zu den besonders stark von der Cholera betroffenen Regionen des Landes. Auch viele intern Vertriebene flüchten sich auf der Suche nach Schutz dorthin. Das Lager Al-Malakha im Distrikt Abs hat in den letzten Jahren besonders vielen Menschen aufgenommen, doch sind dort aufgrund der prekären Lebensumstände auch die Cholera-Zahlen sehr hoch. Umso wichtiger ist eine verbesserte hygienische Versorgung in der Projektregion.

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  • 06.12.2019

    Mehr als 24 Millionen Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Helfen Sie uns, den Menschen in der weltweit größten humanitären Krise beizustehen.

  • 04.12.2019
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Mehr als 3.500 Menschen im Jemen haben bereits ihr Leben durch die tödliche Infektionskrankheit Cholera verloren. Besonders anfällig sind ältere Menschen und Kinder - gerade dann, wenn sie von Hunger geschwächt sind. Etwa 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Neben Ernährungshilfen verteilen wir daher Hygiene-Kits an Familien und bauen Latrinen, um die hygienischen Zustände zu verbessern.

  • 26.11.2019
    A. F. Abdullah / Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Gouvernement Shabwa setzt unser Partner YFCA nun öffentliche Trinkwassertanks instand. Rund 35.000 Menschen profitieren von sauberem Trinkwasser. Ab Dezember 2019 weiten wir zudem gemeinsam mit ACT Alliance unsere Hilfsmaßnahmen für mehr Hygiene in den Distrikten Abs und Khairan Al-Moharraq aus. 56.000 erhalten dort Zugang zu gesundem Wasser.

  • 01.10.2019
    Abdullah Gamal / Diakonie Katastrophenhilfe

    Von den 30,5 Millionen Einwohnern sind im Jemen etwa 80 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen. Unter ihnen: Zahlreiche Kinder. Ihnen fehlten es an den wichtigsten Lebensgrundlagen. Wir bauen unsere Unterstützung aus.

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  • 19.09.2019
    Mann hält Beutel mit Broten hochDiakonie Katastrophenhilfe

    Wir statten aktuell zusammen mit der Partnerorganisation For All Foundation for Development (FAF) die Menschen in den Ortschaften Al-Hayee und Yahktual mit Backmaterial aus. Zudem wird ein Gemeindekomitee gegründet, das die Verteilung von Brot-Gutscheinen an 700 Familien organisiert.

  • 01.08.2019
    Gressmann / Diakonie Katastrophenhilfe

    Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir Projekte zur Prävention von Cholera, zu verbesserter Trinkwasserversorgung sowie zur Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung gestartet.

    Zwei Drittel der Bevölkerung leiden an Hunger. „Diese Zahlen sind kaum noch vorstellbar“, sagt Michael Frischmuth, der die Jemen-Projekte der Diakonie Katastrophenhilfe verantwortet. „Besonders das Leben der Schwächsten ist gefährdet: Rund 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt."

     

  • 29.07.2019
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Durch die offizielle Registrierung in Aden im Juli können wir einfacher Hilfsprojekte umsetzen. Dabei geht es vor allem darum, die Ernährungslage der Menschen zu verbessern und sie vor der tödlichen Infektionskrankheit Cholera zu schützen. „Nach mehr als vier Jahren Krieg sind die Menschen am Ende ihrer Kräfte“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

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Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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