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Syrien

Angesichts der bevorstehenden Wintermonate und der dramatischen Situation syrischer Flüchtlinge im Nahen Osten sind der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Norbert Trelle (Hildesheim), vom 1. bis 3. November 2013 nach Jordanien gereist. Begleitet wurden sie vom Leiter von Caritas international, Dr. Oliver Müller, und der Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug Weitzel.

Pressemitteilung vom 03.11.2013: "Mehr Hilfe für die Region ist unerlässlich."
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Pressemitteilung vom 29.10.2013. Gemeinsame Reise von EKD und Bischofskonferenz zu syrischen Flüchtlingen nach Jordanien
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Nikolaus Schneider: Eindrücke aus Jordanien
„In Jordanien hatte ich ganz zwiespältige Eindrücke. Das eine ist der Eindruck, dass die Infrastruktur dieses Landes bis zum Äußersten angespannt ist. Das heißt das Thema Wasser, Gesundheitsversorgung, Schule. Die haben jetzt den Unterricht in Schichten organisiert, weil so viele Kinder neu hinzugekommen sind. Die haben die Stundenzahl verkürzt, damit sie mehr Kinder aufnehmen können – und das schlimmste Problem in Jordanien z.B. ist die Frage des Wassers, das ist eines der wasserärmsten Länder der Welt und nun muss das knappe Wasser noch mal geteilt werden.“
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Nikolaus Schneider: Erlebnisse der Flüchtlinge
„Ich habe mit Frauen gesprochen, die in einer für mich merkwürdigen Weise distanziert und sachlich über schlimmste persönliche Erfahrungen berichtet haben. Wo Sie einfach Merken, da gibt es einen inneren Panzer, der hilft, ihre Seelen zu retten. Sonst könnten sie gar nicht überleben. Und dann berichten sie, wie ihre Männer gefangen genommen wurden, gefoltert wurden und danach nicht mehr sprachen.“
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Nikolaus Schneider: Kinder ohne Lächeln
„Sie lächeln die Kinder an und versuchen Kontakt zu kriegen, die Kinder kucken Sie an, aber sie lächeln nicht wieder; innerhalb von anderthalb Stunden nicht ein einziges Lächeln, weil die Kinder völlig traumatisiert sind, völlig verstört sind. Und ich verstehe das auch, auch die Erwachsen, mit denen wir da geredet haben, die waren so hoffnungslos und so ohne Perspektive, dass sie diese Atmosphäre tiefster Depression in den Räumen verbreitet haben und die Kinder das natürlich genau gespürt haben.“
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Nikolaus Schneider: Rolle der Helfer und Helferinnen
„Da bin ich richtig stolz wieder gekommen und richtig beglückt, wenn ich sehe, wie die Leute sich einsetzen und welche Nähe auch von Ihnen geübt wird. Also der Spruch, den ich bei Caritas International gesehen habe, war „It’s not a job, it’s a mission.“ Und das merkt man deutlich. Die Menschen öffnen sich persönlich und gegen nicht nur etwas weiter, sie geben etwas von sich weiter, sie geben sich weiter. Großartig.“
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Nikolaus Schneider: Flüchtlingspolitik
„Die Hilfe muss winterfest gemacht werden und dafür brauchen wir weiteren Einsatz. Die europäische Union hat einen Konflikt direkt vor ihrer Haustür und es scheint am anderen Ende der Welt zu sein, gefühlt, aber er ist direkt vor unserer Haustür. Und die europäische Union als ein wohlhabender Bereich hat noch viel mehr Möglichkeiten, Hilfe zu geben, als bis jetzt geleistet wird. Die Flüchtlingspolitik in Europa muss eine andere werden.“
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Nikolaus Schneider: Spendenaufruf
„Wenn Sie in Jordanien sind und sehen, fast 600.000 Flüchtlinge werden aufgenommen von einer Bevölkerung von 6 Millionen und Sie sehen in Deutschland und hören 5.000 bei 80 Millionen. Dann kriegen Sie rote Ohren. Weil einem die Zahl so unverhältnismäßig klein und damit eben auch kleinherzig und kleinmütig vorkommt. Das war einer der Gründe, weshalb Bischof Trill und ich gefahren sind. Weil wir doch erschrocken sind, dass die Hilfsbereitschaft, die Spendenbereitschaft in der deutschen Bevölkerung, die in anderen Zusammenhängen, wie dem Tsunami z.B. großartig gespendet hat, die ist hier sehr gering ausgeprägt und wir rufen in dem Zusammenhang noch mal zu Spenden auf: Helfen Sie unseren Helfern, damit sie helfen können.“
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