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Die 19-jährige Anitu Satitu aus dem abgelegenden Dorf Muda in Mosambik nimmt Hilfsgüter in Empfang. Sie und ihre Tochter erhalten Mais, Salz, Zucker, Soja Öl, Bohnen und Seife. Foto: Elisa Iannacone 

Anlieferung von Maissäcken für eine Verteilung in den Dörfern des Distrikts Nhamatanda. Jede Familie erhält 25kg Mais, 1kg Salz, 1kg Zucker, 1l Sojaöl, 5kg Bohnen und 2 Pakete Seife. Foto: CEDES 

Freiwillige Helfer unterstützen bei der Verteilung von Hilfsgütern. Foto: Elisa Iannacone 

Der Zyklon Idai hat verheerende Überschwemmungen verursacht. Brunnen, Reservoire und Abwassersysteme wurden überschwemmt und verunreinigt, das Wasser größtenteils verseucht. So breitet sich die gefährliche Krankheit Cholera aus. Foto: Finn Church Aid 

Viele der Betroffenen sind auf Unterstützung von außen angewiesen.

Resignation macht sich angesichts der Verwüstung in der Region breit.

Die Fluten haben ganze Landstriche verwüstet. Foto: CEDES 

Die vom Wirbelsturm gezeichneten Regionen Mosambiks sind teils unbewohnbar. Foto: ACT Alliance 

Dieses Fahrzeug wurde unter der Last umstürzender Gegenstände stark beschädigt. Foto: ACT Alliance 

Nach Wirbelsturm in Mosambik

Cholera breitet sich aus

Mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 Kilometern pro Stunde traf Zyklon Idai am Donnerstag, den 14. März 2019, an der Ostküste Mosambiks auf Land. Vor allem die Hafenstadt Beira wurde schwer getroffen: Eine halbe Million Menschen ist vom Strom abgeschnitten. Durch die Überschwemmungen ist das Wasser größtenteils verseucht, die gefährliche Krankheit Cholera breitet sich aus. Auch in den Nachbarstaaten Malawi und Simbabwe richtete der Zyklon verheerende Schäden an.

Mehr als drei Millionen Menschen sind nach der Katastrophe in den drei Ländern auf Hilfe angewiesen. In Mosambik fanden 600 Menschen in den Wassermassen den Tod, in den Nachbarstaaten Simbabwe und Malawi starben weitere 470 Menschen. Das Ausmaß der Katastrophe wurde erst sichtbar, als das Wasser nach etwa einer Woche zurückging: zerstörte Häuser und Hütten, vernichtete Felder und Schlammwüsten. Allein in Mosambik wurden 240.000 Häuser schwer beschädigt oder ganz zerstört. Die Menschen stehen vor dem Nichts. Denn Hunderttausende haben nicht nur ihr Zuhause verloren, sondern auch ihre gesamte Lebensgrundlage. Der Sturm traf die ohnehin armen Länder kurz vor der Erntezeit, so dass in den am stärksten betroffenen Provinzen Mosambiks insgesamt 715.000 Hektar Anbauflächen zerstört wurden.

Katastrophenkrankheit Cholera ausgebrochen

Die Versorgungslage der Menschen ist schlecht, denn die ohnehin wenigen Krankenhäuser und Gesundheitsstationen wurden zerstört. Besonders kritisch ist die Versorgung der Menschen mit ausreichend Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Durch die massiven Überschwemmungen ist das Wasser größtenteils verseucht. So steigt nicht nur die Zahl der Durchfallerkrankungen – auch die gefährliche Cholera breitet sich aus. Innerhalb einer Woche sind mehr als 1.400 Menschen erkrankt, mittlerweile liegt die Zahl der Erkrankten bei über 6.500. „Wir wissen, wie schnell sich eine Cholera-Epidemie ausbreiten kann. Jetzt zählt jeder Tag“, sagt Kai M. Henning, Kontinentalleiter Afrika der Diakonie Katastrophenhilfe. Besonders betroffen sind die Schwächsten der Bevölkerung wie Kinder, alte und kranke Menschen. Sie können sich kaum selber helfen und sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Auch die Malaria-Fälle steigen an: In der Provinz Sofala sind bereits knapp 15.000 Menschen erkrankt.

Unsere Hilfe vor Ort

Wir arbeiten mit der langjährigen Partnerorganisation Comité Ecuménico para o Desenvolvimento Social, kurz CEDES, zusammen. Die ökumenische Hilfsorganisation ist auch Partner im internationalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT Alliance. Mathew Masinde, Leiter des Regionalbüros Afrika der Diakonie Katastrophenhilfe, war kurz nach der Katastrophe in Beira vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und rasche Hilfsmaßnahmen zu koordinieren.

Durch den enormen und dringenden Hilfebedarf stellt die Diakonie Katastrophenhilfe mehr als eine Million Euro für Soforthilfe und Wiederaufbaumaßnahmen in Mosambik bereit. Tausende Menschen stehen vor dem Nichts und brauchen alles zum Leben Notwendige.

Zusammen mit der ACT Alliance versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe in den kommenden Monaten rund 25.000 Personen mit allem, was sie zum Überleben brauchen. Dazu gehören Lebensmittel, Kochtöpfe und Geschirr, damit die Nahrung zubereitet werden kann. Jede Familie erhält 25 Kilo Maismehl, 1 Kilo Salz, 1 Kilo Zucker, 1 Liter Sojaöl, 5 Kilo Bohnen und 2 Pakete Seife.

„Neben Decken und Schlafmatten erhält jede Familie auch Moskito-Netze, denn die sind unerlässlich zum Schutz vor Malaria“, erläutert Kai M. Henning. Um die Hygiene zu sichern und die Ausbreitung der gefährlichen Cholera zu verhindern, erhalten die begünstigten Familien auch Wassereimer und -kanister, Hygiene-Sets und Trinkwasseraufbereitungstabletten. Außerdem werden insgesamt 250 Multiplikatoren in Wassermanagement und Hygiene geschult: Sie werden ihr Wissen an die begünstigten Familien weitergeben, damit sich diese entsprechend schützen können.

Durch den Zyklon wurden in der Region weiterhin mehr als 3.500 Klassenzimmer zerstört. Im Rahmen eines aktuellen Projekts mit unserem Partner Conselho Christao de Mocambique (CCM-MOZ) werden auch 200 Kinder unterstützt. Sie werden mit Schulmaterialien wie Notizbüchern, Stiften und Bleistiften ausgestattet, damit sie wieder am Unterricht teilnehmen können.

Ein schützendes Dach über dem Kopf

Für die Katastrophenopfer ist jetzt auch ein schützendes Dach über dem Kopf essenziell. Für 600 Familien werden Unterkünfte zur Verfügung gestellt, rund 500 Familien erhalten von CEDES Reparatur-Kits für ihre Hütten und Behausungen. „Der Sturm hat ja selbst gut befestigte Dächer einfach weggefegt“, erläutert Kai M. Henning. „Von vielen Häusern stehen nur einzelne Mauern. Die Menschen brauchen daher wenigstens Material wie Plastikplanen und Seile, um sich vor der Witterung zu schützen.“ 300 weitere Familien erhalten daher auch Bargeldhilfen, von denen sie ausschließlich Material für ihre Häuser kaufen können.

Katastrophenrisiko in Mosambik ist groß

Das Land am Indischen Ozean im südlichen Afrika wird immer wieder von Fluten, Überschwemmungen und Wirbelstürmen getroffen. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet vor Ort mit der langjährigen Partnerorganisation Comité Ecuménico para o DesenvolvimentoSocial, kurz CEDES, zusammen.

So können Sie helfen

Damit wir diese Hilfe leisten können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Bitte spenden Sie, damit wir betroffene Personen unterstützen können.

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60 Euro kostet ein Hygiene-Trainer, der sein Wissen an die Bevölkerung weitergibt.

Schon mit 84 Euro kann eine 5-köpfige Familie zwei Monate lang mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

110 Euro statten eine Familie mit allem aus, was sie zum Überleben benötigt.

Sie haben Fragen?

Elisabeth Grün hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-4711
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Die Diakonie Katastrophenhilfe...

...leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.

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