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„Als das Erdbeben kam, saß ich hier draußen auf dem Hof. Die Erde hat so gewackelt, dass ich richtig herumgehüpft bin. Erst ist alles im Haus umgefallen, dann ist auch das Haus selbst eingestürzt. Alles war kaputt. Ich habe dann mit meiner Familie unter einer Plane geschlafen.

Ich bin so glücklich über das Haus, das ich bekommen habe. Ich bin mit meiner Familie eingezogen, noch bevor die Türen eingebaut waren, damit wir nicht mehr im Regen leben mussten. Wir haben mitgeholfen, das Haus zu bauen. Wir haben Steine, Sand und Wasser zur Verfügung gestellt und auch selbst mitgearbeitet.

Vom Saatgutspeicher habe ich mir Bohnen- und Maissamen geholt. Nach der Ernte gebe ich einen Teil wieder zurück. Ich bin sehr zufrieden damit, da das System gut funktioniert. Wenn ich kein Geld habe, kann ich mir die Samen leihen und später bezahlen. Das konnte ich vorher nicht.“

Janette Déjau, 58 Jahre, erhielt ein Haus mit Gemüsegarten. Dort lebt sie zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und den beiden Enkelkindern. Foto: Florian Kopp

„Ich baue in meinem Garten Auberginen, Paprika und Chilis an. Jeden Tag essen wir Gemüse aus dem Garten. Das ist gesund, da es viele Vitamine hat. Der Garten ist jetzt größer als vorher, daher kann ich mehr Gemüse auf dem Markt verkaufen. Ich verdiene jetzt mindestens doppelt so viel, davon bezahle ich das Schulgeld für meine Kinder. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat viel für uns getan.

Es gibt hier nicht viele, die einen funktionierenden Garten haben. Ich kümmere mich gerne um den Garten. Ausreichend Wasser und Motivation, das macht den Unterschied.“

Nadine Coquillon, 29 Jahre. Foto: Florian Kopp

„Die Gesundheitsstation funktioniert gut, ich bin zufrieden. Viele Frauen kommen zu uns, um sich wegen der Familienplanung beraten zu lassen. Sie erhalten hier kostenlos Verhütungsmittel. Es kommen auch viele schwangere Frauen zur Kontrolle und viele Kinder, um sich impfen zu lassen.

Was wir wirklich brauchen, sind mehr Medikamente, mehr Betten für Patienten und mehr Stühle. Die Impfstoffe stellt uns das Gesundheitsministerium kostenlos zur Verfügung, aber die Medizin müssen wir selbst kaufen. Oft kommen Patienten zu uns, die nicht genug Geld haben, um die Medizin zu bezahlen. Da wir selbst keine großen Mengen davon haben, können wir sie nicht kostenlos abgeben, das heißt, wir müssen dann die Patienten ohne Medizin nach Hause schicken. Das finde ich nicht gut.“

Bénise Sibeau, 40 Jahre, Krankenschwester, arbeitet seit 2011 in der Gesundheitsstation Brésilienne in der Nähe von Bainet. Foto: Florian Kopp

„In Bainet sind die Cholera-Fälle zum Glück stark zurückgegangen. Es gibt aber nach wie vor viele Fälle in Jacmel und Port-au-Prince. Im November 2014 hatten wir hier nur einen Patienten, ein Jahr zuvor waren es noch ganz viele. Ich denke, dass die Erkrankungen zurückgegangen sind, hat damit zu tun, dass wir viele Mitarbeiter hatten, die in die Dörfer gegangen sind und den Leuten gezeigt haben, wie sie sich richtig verhalten müssen. Sie haben Tabletten zur Desinfizierung des Wassers verteilt. Auch die Regierung hat eine Hygiene-Kampagne durchgeführt.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Behandlungszentrum. Bevor wir diese feste Konstruktion bekommen haben, war es aus Plastikplanen gebaut. Das war nicht gut. Es hat teilweise durchgeregnet, sodass die Patienten nass wurden. Jetzt ist es viel besser. Dank des Behandlungszentrums konnten wir viele Menschenleben retten. Jetzt haben wir sogar Elektrizität und eine Solaranlage auf dem Dach.“

Alaine Jean Baptiste, 32 Jahre, Krankenschwester, arbeitet seit Juli 2012 im Cholera-Behandlungszentrum von Bainet. Foto: Florian Kopp

„Ich weiß nicht, wo ich mich mit Cholera angesteckt habe. Es war im September 2012. Auf einmal hatte ich Durchfall und musste mich übergeben. Ich konnte nichts mehr essen und war sehr schwach. Ich blieb acht Tage im Cholera-Behandlungszentrum, dann ging es mir wieder besser und ich konnte nach Hause.

Ich bin sehr froh, dass es dieses Behandlungszentrum gibt. Es hat mir das Leben gerettet, denn ohne die Hilfe wäre ich wahrscheinlich gestorben.“

Christiane Joséph, 83 Jahre, ehemalige Patientin des Cholera-Behandlungszentrums. Foto: Florian Kopp

„Zuerst hat uns die Diakonie Katastrophenhilfe ein Zelt gegeben, in dem wir schlafen konnten. Dann haben wir zwei Ziegen und sechs Hühner bekommen. Drei Hühner musste ich verkaufen, um das Schulgeld für meine Kinder bezahlen zu können. Die anderen Hühner wurden krank und sind gestorben.

Mit den Ziegen bin ich sehr zufrieden, sie haben schon zwei Junge bekommen. Wenn sie noch mehr bekommen, kann ich einen Teil davon verkaufen und die Schule bezahlen.“

Paul Dupérat, 53 Jahre, hat ein Zelt, sowie Ziegen und Hühner erhalten. Er lebt in Bas-de-la-Croix bei Bainet mit seiner Frau, den sechs Kindern und seinem Vater. Foto: Florian Kopp

„Das Erdbeben hat mein Haus zerstört. Einige Monate lang lebte ich zusammen mit meinen drei Enkeln in einem Zelt, das ich von der Diakonie Katastrophenhilfe bekommen hatte. Dann baute die Diakonie Katastrophenhilfe für uns dieses neue Haus. Darüber bin ich sehr froh. Nun lerne ich sogar, wie ich einen eigenen kleinen Gemüsegarten anlegen kann. Ohne die Diakonie Katastrophenhilfe hätte ich nicht gewusst, was ich tun soll. Vielen Dank dafür, Gott segne euch“.

Yvette Jean Baptiste (67) gehörte nach dem schweren Erdbeben in Haiti 2010 zu den besonders bedürftigen Familien, die von der Diakonie Katastrophenhilfe Hilfe beim Neuanfang erhielten. Foto: Thomas Lohnes

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