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Syrien, Afghanistan und Süd-Sudan: Bitte um Veränderung und Hoffnung

Fürbitte für den Psalmsonntag, 9. April 2017

Sprecherin/Sprecher:

Hilf doch! – „Hoschia Na!“

Das ist der Fleh- und Jubelruf von der Straße, den wir von diesem Sonntag Palmarum im Gedächtnis haben. Er hat Einzug gehalten in unsere Abendmahlsfeiern und wir singen ihn, bevor wir Brot und den Kelch teilen: „Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe.“ In diesem Ruf von der Straße waren die Bitte der Veränderung und Hoffnung auf neue Verhältnisse vereint und unüberhörbar an den gerichtet, der auf einen Esel einzog, ohne Zeichen der Macht.

Liturgin/Liturg:

Jesus Christus,

in unseren Kirchen und Gottesdiensten rufen wir zu dir.

Heute bitten wir dich,

schenke uns die Kraft, unsere Stimmen auch im Alltag,

auf unseren Straßen, Plätzen und in der Politik zu erheben,

damit alle Menschen in Gerechtigkeit und Frieden leben.

Wir rufen Dir zu: Hosianna, hilf.

O Herr, hilf uns allen!

 

Sprecherin/Sprecher:

Von den Straßen in Chan Scheichun/Syrien hören wir:Mehr als 70 Menschen starben beim Luftangriffen mit Giftgas –danach war auch das Krankenhaus unter Beschuss,in dem die Verletzten behandelt wurden.

 

Liturgin/Liturg:

Jesus Christus, nicht mit Waffen,

Gewaltandrohung oder in Prachtgebärden bist du in Jerusalem eingezogen,

sondern als Helfer und Begleiter der Mühseligen und Beladenen.

Wir bitten dich für die Menschen in Chan Scheichun,

dass sie in ihrer Not helfende Hände und mitfühlende Herzen empfangen.

Sende deinen Geist des Friedens in das hochgerüstete Land.

Uns hilf laut ‚Nein‘ zu sagen zu Waffen und Rüstung!

Wir rufen Dir zu:

Hosianna, hilf. O Herr, hilf uns allen!

 

Sprecherin /Sprecher:

Von den Straßen in Afghanistan hören wir:

In einigen Provinzen sind sie sicher. Deshalb gab es bereits die vierte bundesweite Sammelabschiebung. Seit Dezember wurden 93 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben - in ein Land, in das deutsche Politiker nur mit schusssicherer Weste und Stahlhelm per Hubschrauber einfliegen.

 

Liturgin/Liturg:

Jesus Christus,

unsere Nachrichten bringen nicht mehr die Zahl

der täglich getöteten, verletzten, verstümmelten Kinder,

Männer und Frauen bei Terrorangriffen und Kämpfen auf den Straßen und Plätzen.

Wir bitten dich, vernimm die Klagen und die Trauer.

Sende deinen Geist der Liebe in das geschundene Land.

Uns hilf laut ‚Nein‘ zu sagen,

wenn Menschen in Kriegsgebiete abgeschoben werden sollen.

Wir rufen Dir zu: Hosianna, hilf. O Herr, hilf uns allen!

 

Sprecherin /Sprecher:

Auf den Straßen im Süd-Sudan in der Grenzstadt Patjok sind über 3.000 Menschen nach Uganda geflohen. Zuvor waren wahllos Kinder, Frauen und Männer von den Regierungstruppen getötet worden.

 

Liturgin/Liturg:

Jesus Christus,

wir klagen zu dir das unvorstellbare Leid,

wenn Menschen keine Sicherheit und Schutz im eigenen Land

vor der eigenen Regierung haben.

Du bist der Helfer und Begleiter der Schutzsuchenden,

deshalb bitten wir dich um Trost und Nähe für die Menschen auf der Flucht.

Sende deinen Geist der Versöhnung in das zerrissene Land.

Uns hilf laut ‚Ja‘ zu sagen, wenn Hilfsorganisationen

um Spenden in den Katastrophengebieten aufrufen.

Wir rufen Dir zu: Hosianna, hilf. O Herr, hilf uns allen!

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