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Für Kinder auf der Flucht

Fürbitte für den 16. Sonntag nach Trinitatis, 11. September 2016

Barmherziger Gott,

so viele Kinder sind auf der Flucht - verschreckt und verstört,

weil ihr Zuhause nicht mehr da ist oder sie von dort vertrieben wurden.

50 Millionen - und kein Ende in Sicht!

 

Wir rufen dich und bitten dich:
Herr, erbarme dich!

 

Lass deine Barmherzigkeit doch tun,

was wir nicht tun können,

schenke Frieden, wo der Krieg alles zerstört,

vor allem die Zukunft der Kinder und Jugendlichen,

die doch nach uns kommen,

und auf denen unsere Hoffnungen ruhen:

Wir rufen dich an und bitten dich:

Herr, erbarme dich!

 

Lass deine Liebe weitertun,

wo alle Liebe an ihre Grenzen kommt:

Heile die geschundenen kleinen Seelen, die nicht wissen können,

warum ihnen alles geschieht;

gib ihnen Menschen an die Seite,

die ihr Vertrauen wieder gewinnen können,

damit ihr Weg ein anderer sein wird als der ihrer Väter und Mütter.

 Wir rufen dich an und bitten dich:

Herr, erbarme dich!

 

Lass deine Gnade doch dort sein,

wo gnadenlos gestritten und gelitten wird.

Öffne die Wege, die verschlossen sind,

durch Krieg, Hunger, Armut und Gewalt,

damit die Kinder und Jugendlichen,

die heute noch unter Tränen nach ihrem Zuhause rufen,

eine neue Heimat finden, einen Ort,

wo wieder Lachen und Spielen die Hoffnung tragen.

Führe uns allen vor Augen, dass keine Mühe zu klein und kein Gebet zu gering ist,

um den Weg zu gehen, den du für uns bestimmt hast.

Wir rufen dich an und bitten dich:

Herr, erbarme dich!

 

 

 

Fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind in Folge von Flucht und Migration entwurzelt. Mehr als die Hälfte von ihnen (28 Millionen) wurden durch Konflikte aus ihrem Zuhause vertrieben. Millionen anderer Mädchen und Jungen haben ihre Heimat auf der Suche nach einem besseren, sichereren Leben verlassen. Diese Zahlen hat das UN-Kinderhilfswerk UNICEF am 7.9.2016 im Report "Uprooted" veröffentlicht, der erstmals alle verfügbaren Informationen über die globale Situation mit Blick auf Kinder zusammenträgt. Sie müssen auch im Kontext der Nachrichten verstanden werden, dass die allermeisten Flüchtlinge in ihrem eigenen Land oder in einem der angrenzenden Länder unterkommen. 100.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche haben 2015 Asylanträge in einem fremden Land gestellt.

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