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100 Tage nach der Unterzeichnung des Flüchtlingsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei

Fürbitte für den 5. Sonntag nach Trinitatis, 26. Juni 2016

Sprecherin/Sprecher:

Eine Rückschau nach 100 Tagen geschieht häufig in der Politik, um die Wirkung eines Gesetzes oder das Handeln einer Person kritisch zu bewerten und gleichzeitig selbst zu erkennen, wie und wo das eigene Handeln in Solidarität mit anderen möglich und gefragt ist.

 

Heute vor 100 Tagen ist das EU-Türkei-Abkommen abgeschlossen worden. Es steht für ein Abkommen, das Staaten finanziell unterstützt und weitere Anreize wie etwa Handels- oder Visaerleichterungen gibt, wenn sie in Rückübernahmeabkommen einwilligen und die Grenzen undurchlässig für Menschen machen.

 

Liturgin/Liturg:

Gott der Barmherzigkeit, lass uns erkennen, dass wir uns schuldig machen, wenn wir das wenige, was wir tun können, nicht tun.
Lass uns gemeinsam mit Gebet und in der Tat mit Brot für die Welt weltweit für die Bekämpfung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit eintreten und uns für eine Migrations- und Flüchtlingspolitik einsetzen, die an den Menschenrechten ausgerichtet ist.

 

Sprecherin/Sprecher:

Es ist irreführend, wenn Unterstützung von Grenzschutzmaßnahmen und Errichtung von Lagern in Transitländern als Fluchtursachenbekämpfung oder Entwicklungspolitik benannt werden.

 

Liturgin/Liturg:

Gott der Barmherzigkeit, lass uns erkennen, dass wir uns schuldig machen, wenn das wenige, was wir tun können, nicht tun.
Lass uns gemeinsam mit Gebet und in der Tat mit der Diakonie Katastrophenhilfe in Krisen- und Konfliktregionen sowie Transitländern Hilfe leisten.

 

Sprecherin/Sprecher:

Die Maßnahmen der EU sind ungeeignet, die Ursachen für erzwungene Migration und Flucht zu minimieren. Die EU verschwendet viel Geld darauf, Menschen an der Flucht zu hindern. Angesichts der über 60 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit ist wichtig, Perspektiven für die Menschen zu schaffen und an dauerhaften Konfliktlösungen zu arbeiten.

 

Liturgin/Liturg:

Gott der Barmherzigkeit, lass uns erkennen, dass wir uns schuldig machen, wenn das wenige, was wir tun können, nicht tun.
Lass uns gemeinsam mit Gebet und in der Tat mit der Diakonie Flüchtlinge in unserem Land in Erstaufnahmeeinrichtungen und in den Kommunen unterstützen.

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