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Deutsche Rüstungsexporte auf Rekordhöhe; überwiegend Kleinwaffen und in sog. Drittstaaten

Fürbitten zum 14. Juni 2014

Mit 5,8 Mrd. € haben deutsche Kriegswaffenexporte im Jahr 2013 Rekordhöhe erreicht. Zwei Drittel davon gingen in sog. Drittstaaten außerhalb der NATO und gleich eingestufter Länder. Unter den Käufern sind eine Reihe Staaten, die Menschenrechte missachten. Der Anteil sog. „Kleinwaffen“ an den Bewilligungen ist hoch. Diese „Kleinwaffen fordern die meisten Opfer. Für unsere Kirche und auch für die Aktion „Brot für die Welt“ sind die deutschen Kriegswaffenexporte ständiger Anlass zu großer Sorge und Parteinahme im Sinne der Opfer. Das „Arbeitsplatz-Argument“ spielt in Diskussionen um die Restriktion beim Waffenexport oft eine Rolle. Doch die Zahl der Arbeitsplätze, die durch Einschränkungen gefährdet würde, liegt weit unter 30.000 und ist volkswirtschaftlich angesichts der Qualifikation Betroffener zu bewältigen.


Herr Gott, Heiliger Geist, mache uns hellhörig für die Stimme Jesu:
„Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen“,

damit wir, Christinnen und Christen - und unsere ganze Kirche
den weiter anschwellenden Kriegswaffenexporten unseres Landes widersprechen

und durch unseren Bürgerwillen dazu beitragen,
dass die Saat des Todes und der Tyrannei nicht länger ausgesät wird,
scheinbar legal und auch auf vielen gesetzlosen Wegen.

Wir danken dir für Entschlossenheit und Sachverstand
der Menschen in Bürgerinitiativen,
von Medienmitarbeiterinnen, Pädagogen,
Wissenschaftlerinnen und auch Politikerinnen und Politikern,
die die schändliche Praxis unsere Landes aufdecken
und Alternativen aufzeigen.

Erinnere uns daran, wie Leid und Tod der Kriege, Bürgerkriege und Terrorherrschaften
unseren Mitmenschen besonders häufig begegnen:
in Gestalt der sogenannten „Kleinwaffen“,
so klein, dass selbst zum Kriegsdienst gezwungene Kinder mit ihnen töten können.

Sei mit deiner schöpferischen Kraft bei uns,
wenn unser Traum von einem Land, von dem Frieden ausgeht
auf die Wirklichkeit trifft.

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