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Hintergründe: Die Lage in der DR Kongo

Die Demokratische Republik Kongo, flächenmäßig der zweitgrößte Staat Afrikas, ist seit mehr als zwei Jahrzehnten von gewaltsamen Konflikten geprägt. Aufgrund des Rohstoffreichtums, des Kongo-Beckens und mehr als 80 Millionen Hektar fruchtbarem Land könnte die DR Kongo zu den reichsten Ländern Afrikas zählen. Doch es herrscht Hunger. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut, mehr als die Hälfte aller Kinder sind mangelernährt. Grund dafür sind die jahrelangen Kriege und bewaffneten Konflikte, die die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Oft werden die Äcker und Felder zu Kriegsschauplätzen.

Begonnen hatte der Krieg mit dem Aufbegehren des traditionellen Chiefs Kamuina Nsapu gegen Präsident Joseph Kabila. Der hätte laut Verfassung 2016 nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit abtreten müssen, hat aber die fälligen Wahlen immer wieder verschleppt. Nachdem der aufständische Chief im August von Sicherheitskräften erschossen worden wurde, breitete sich der Aufstand aus und wurde zum Bürgerkrieg.

Humanitäre Situation verschlechtert sich stetig

Besonders instabil ist die Lage in der Region Nord-Kivu im Osten des Landes. Mehr als eine Million Menschen wurden hier innerhalb der Provinz vertrieben, bewaffnete Konflikte und interethnische Spannungen gibt es immer wieder. Auch in der Provinz Süd-Kivu breitet sich immer mehr Gewalt aus, es kommt vermehrt zu Auseinandersetzungen. Die humanitäre Situation verschlechtert sich immer weiter. Doch auch in anderen Provinzen verschlechtert sich die Lage stetig – zum Beispiel in Kasaï Central, dem zentralen Süden der DR Kongo. Hier führten die Konflikte zu einer humanitären Katastrophe: Seit 2016 eskaliert die Gewalt, Kämpfe zwischen lokale Milizen und der kongolesischen Armee führen zu blutigen Massakern, die häufig Menschenleben kosten. Seit Beginn der Konflikte sind allein dieser Region mehr als 1,9 Millionen Menschen intern vertrieben worden.

Überblick: Demokratische Republik Kongo

Viele der Täter sind noch Kinder

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen von Anfang Juli 2018 verüben Milizionäre und Soldaten grausamen Kriegsverbrechen. Der Bericht erwähnt Kannibalismus, Enthauptungen und Massenvergewaltigungen. Viele der Täter sind Kinder. Was der Bericht nicht erwähnt, sind der Hunger und die Armut, die der Krieg noch verschärft. „Man sieht die Not, sobald man in die Dörfer fährt“, sagt Guido Krauss, Büroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe im ostkongolesischen Goma. „Viele Leute hatten sich für Tage oder Wochen in den Wäldern oder in anderen Dörfern aufgehalten und standen bei der Rückkehr vor dem Nichts.“ Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die Menschen auf unterschiedliche Weise beim Überleben.

Eindrücke aus der DR Kongo

Vollgepackte Transport-Fahrräder: Lasterfahrer karren die Ware von Holzkohle bishin zu geernteten Maniokwurzeln über die schwer passierbaren Nationalstraße N1 von Dorf zu Dorf. Foto: Christoph Püschner 

Auf der Nationalstraße herrscht häufig reges Treiben. Auch Frauen tragen am frühen Vormittag ihre Erträge vom Feld in Plastikschalen zum Markt des nächst größeren Dorfes. Foto: Christoph Püschner 

Marktsituation in Katende.  Foto: Christoph Püschner 

Händlerinnen bieten geschälte und getrocknete Maniokwurzeln an. Foto: Christoph Püschner 

Das Projekt der Diakonie Katastrophenhilfe in der DR Kongo wird unterstützt vom Auswärtigen Amt.

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