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Helfende im Irak und in Syrien besser schützen

Welttag der Humanitären Hilfe: Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe

Freiburg / Berlin, 18.08.2015Gut ein Jahr nach dem Vormarsch der IS-Kämpfer im Irak und in Syrien hat sich die Lage für humanitäre Helferinnen und Helfer drastisch verschlechtert. Darauf weisen Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe aus Anlass des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August hin. „Die Gebietsgewinne der Terrormiliz nagen an der Moral unserer Partner, doch obwohl sie jeden Tag um ihr eigenes Leben und das ihrer Familien fürchten, setzen sie die Hilfe mit unverminderter Kraft fort“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. „Die Caritas im Irak musste wegen des Vorrückens des IS im vergangenen Jahr zwei Büros schließen, eines in der Stadt Qaraqosh und eines in Bartillah“, berichtet Müller.

„Die sich schnell verändernden Frontlinien und die Angriffe auf die Zivilbevölkerung führen zu immer neuen Fluchtbewegungen, auf die wir mit unseren Partnerorganisationen vor Ort  reagieren“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Dabei müssen auch die Helfenden die Sicherheits- und Gefährdungslage immer wieder neu bewerten. Insgesamt sind derzeit rund 20 Millionen Menschen in Syrien und im Irak dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.“

Die beiden kirchlichen Hilfswerke appellieren an die internationale Gemeinschaft, auch die Helferinnen und Helfer besser zu schützen. Deren wichtige Arbeit für die Zivilbevölkerung in Syrien und im Irak müsse dringend fortgesetzt werden.  Es sei zwingend notwendig, dass die Hilfszusagen der westlichen Staaten deutlich erhöht und mittelfristige Perspektiven für die Flüchtlinge geschaffen werden. „Der Appell von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller an die Europäische Union, ein Zehn-Milliarden-Notprogramm für die Flüchtlinge aus den Konfliktgebieten aufzulegen, ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Müller.

Über eine Million Menschen durch Hilfe erreicht

Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international sind mit mehreren Hundert Mitarbeitern lokaler Partner in der Versorgung der Opfer des Bürgerkrieges in Syrien, in der Türkei, im Irak, in Jordanien und im Libanon engagiert. Seit Ausbruch des Konfliktes im März 2011 konnte mehr als einer Million Menschen geholfen werden, unter anderem durch die Verteilung von Nahrungsmitteln und Einkaufsgutscheinen oder die Übernahme von Mietkosten. Zudem wurden Betroffene dabei unterstützt, ihre Traumata infolge von Gewalt oder Fluchterfahrungen zu überwinden. Mit der ökumenischen Sommeraktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“, die am Weltflüchtlingstag (20. Juni) startete, erinnern Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe an die verzweifelte Lage der Menschen in Syrien und im Irak und rufen dringend zu Spenden auf.

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Spendenkonto 502 502, Evangelische Bank, BLZ 520 604 10
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502, BIC: GENODEF1EK1.
Stichwort: Humanitäre Hilfe Syrien / Irak
Oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Spendenkonto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00,
IBAN Nr.: DE88660205000202020202, BIC: BFSWDE33KRL.
Stichwort: Syrische und irakische Flüchtlinge
oder online unter: www.caritas-international.de

Pressekontakte:

Diakonie Katastrophenhilfe: Anne Dreyer, Tel.: 030 65211 4430,
anne.dreyer@diakonie-katastrophenhilfe.REMOVE-THIS.de

Caritas international: Holger Vieth, Tel.: 0761-200-296,
holger.vieth@caritas.REMOVE-THIS.de

Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen von Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international zeitgleich versandt. Wir bitten Mehrfachsendungen zu entschuldigen.

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