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Diakonie Katastrophenhilfe: Monsun erschwert Wiederaufbau

100 Tage nach dem Erdbeben in Nepal

Berlin/Kathmandu, 31.07.2015100 Tage nach dem schweren Erdbeben ist der Bau von Unterkünften das wesentliche Thema der Diakonie Katastrophenhilfe. Der Monsun erschwert die Situation der Familien. Das Klima in den Behelfsunterkünften, meist aus Holz und Planen, fördert schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen. Damit sich die Familien besser vor der Witterung schützen können, geben die Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe neben Planen auch Wellblech und anderes Baumaterial aus. Doch Nachschub und Transport sind schwierig, da viele Straßen zerstört oder verschüttet sind.

„Die starken Regenfälle verhindern im Moment den Beginn des Wiederaufbaus von Häusern“, so Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien der Diakonie Katastrophenhilfe, der sich gerade in Nepal aufhält. Über 3.000 Erdrutsche wurden seit dem Beben im April gezählt. Fast 600.000 Häuser sind komplett zerstört, rund 280.000 beschädigt. In manchen Orten ist kein Haus stehen geblieben, so auch im Dorf Indreni. Goma Payar lebt mit seiner siebenköpfigen Familie in einem einzigen Raum, der eher ein Zelt ist. Zum Schutz vor den starken Monsun-Regenfällen, die von Juni bis September dauern, hat Goma rundum Planen gespannt. „Nachts läuft bei starkem Regen immer wieder Wasser in unsere Hütte. Es ist nass und kalt.“

Wiederaufbau von Häusern für 500 Familien

Die Diakonie Katastrophenhilfe plant mit ihren Partnern den Wiederaufbau von bis zu 500 Häusern für besonders betroffene Familien. Rund 375.000 Menschen konnte die Diakonie Katastrophenhilfe über ihre nepalesischen Partner und die internationalen Partner im Netzwerk der ACT Alliance (Action by Churches together) bisher mit Hilfsgütern erreichen. „Jetzt bereiten wir den Wiederaufbau von erdbebensicheren Häusern vor. Das Zeitfenster zwischen Ende des Monsuns und Einsetzen von Kälte und Schnee im Winter ist vor allem in den Höhenlagen kurz“, erklärt Michael Frischmuth. Die Diakonie Katastrophenhilfe plant über den Hausbau hinaus Saatgutverteilungen, den Aufbau von Wasser- und Sanitärsystemen und bietet psychosoziale Unterstützung für die Betroffenen.

Hinweis für Redaktionen:
Michael Frischmuth ist heute bis ca. 13 Uhr MEZ in Kathmandu
unter +977-9803946591 für O-Töne zu erreichen.

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Spendenkonto 502 502 Evangelische Bank, BLZ 520 604 10
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502, BIC: GENODEF1EK1.
Stichwort: Nepal Erdbebenhilfe oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00,
IBAN Nr.: DE88660205000202020202, BIC: BFSWDE33KRL.
Stichwort: Erdbebenhilfe Nepal oder online unter: www.caritas-international.de


Pressekontakt:
Anne Dreyer, Tel.: 030-65211-4430 oder 0152-22701904,
anne.dreyer@diakonie-katastrophenhilfe.de

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