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Weltweit Hilfe zum Selbstschutz stärken

Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge

Berlin, 12.10.2014Anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zur Stärkung der Kommunen und lokaler Hilfsakteure auf. Gerade in den ersten 48 Stunden nach einer Katastrophe erreichen oft noch keine staatlichen oder internationalen Helfer die betroffenen Regionen. In dieser Zeit müssen die Gemeinden in Selbsthilfe Verletzte versorgen und Nahrungsmittel verteilen. Kommunen und lokale Organisationen, die in Katastrophenvorsorge ausgebildet sind, können ihren Bürgern nachweislich besser helfen und die Schäden fallen geringer aus.

„Es sind die meist freiwilligen Mitglieder der Gemeinden und lokalen Organisationen, die im Katastrophenfall als erste vor Ort sind und die Menschen schützen und versorgen können“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Sinnvolle Katastrophenvorsorge setzt daher hier an. Ein Megafon für den schnellen Alarm, der kurze Weg zum Schutzraum, der Erste-Hilfe-Kurs kann für das Überleben entscheidender sein als das eingeflogene Krankenhaus.“ Weltweit sollten die Investitionen in dezentrale Katastrophenvorsorge von staatlicher Seite deutlich erhöht werden. Auch deshalb, weil durch den Klimawandel eine weitere Zunahme folgenschwerer Naturkatastrophen zu erwarten ist.

Erste-Hilfe-Kurs wichtiger als mobiles Krankenhaus

Die Diakonie Katastrophenhilfe sieht Katastrophenvorsorge als wichtigen Baustein ihrer Arbeit. Gerade in Regionen, die aufgrund geografischer und sich drastisch verändernder klimatischer Bedingungen häufig von schweren Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Stürmen betroffen sind, ist dies unerlässlich. So unterstützt das evangelische Hilfswerk seit 2008 mit Hilfe einer Förderung des Auswärtigen Amts auf den Philippinen eine lokale Partnerorganisation in der systematischen Schulung von Kommunen und im Aufbau einer gemeindebasierten Nothilfe-Struktur.

Mit Erfolg: Beim Taifun Haiyan, der Anfang November letzten Jahres schwerste Verwüstungen auf den südlichen Inseln anrichtete, gab es Gemeinden, die sich aufgrund einer funktionierenden Katastrophenprävention deutlich besser schützen konnten. „Keiner unserer Gemeindemitglieder verlor sein Leben, da alle im größten Haus des Dorfes Schutz fanden“, sagt Robin Ecle, Bürgermeister der Gemeinde Inoolanguhan auf der philippinischen Insel Samar. „Wir waren für Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Aber wir hatten Vorräte angelegt und konnten die Verteilung selbst organisieren. Unser Dorf hat schwere Schäden erlitten, aber unsere Bewohner konnten der Katastrophe trotzen.“

Weitere Informationen zur Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe im Bereich der Katastrophenvorsorge finden Sie hier.



Pressekontakt:
Anne Dreyer, Tel.: 030 65211 4430, anne.dreyer@diakonie-katastrophenhilfe.de

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