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Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international weiten Hilfen im Irak aus

Zum Welttag der Humanitären Hilfe fordern die Werke mehr Unterstützung für Flüchtlinge

Berlin / Freiburg, 18.08.2014Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international rufen zum Tag der Humanitären Hilfe am 19. August dringend zu einer Ausweitung der Unterstützung für Vertriebene im Irak und Flüchtlinge aus Syrien auf. Die beiden Katastrophen-Hilfswerke der Kirchen in Deutschland haben angesichts der sich verschärfenden Not ihre Hilfen in den vergangenen Tagen noch einmal deutlich aufgestockt. Allein im Irak werden sie in den kommenden Wochen mehr als 100.000 Flüchtlinge versorgen.

„Die Hilfen aus der Luft sind für den Moment sehr wichtig, können aber nur kurzfristiger und punktueller Natur sein", sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Mindestens ebenso wichtig und langfristig auch effektiver sei es, die Hilfsstrukturen vor Ort zu stärken. Nur mithilfe lokaler Partner könnten die rund 1,2 Millionen Vertriebenen längerfristig versorgt werden. „Die Menschen werden über Wochen und Monate auf Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente, Notunterkünfte und Kleidung angewiesen sein.“ Caritas international arbeitet seit langem im Irak und leistet mit ihren irakischen Partnerorganisationen in mehreren Landesteilen Nothilfe für Flüchtlinge aller Glaubensrichtungen.

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Hilfe im Irak ausgeweitet und versorgt in den kurdischen Städten Dohuk, Erbil und Suleimaniyah Familien aus Mossul und der Niniveh-Ebene mit Nahrung und Hygiene-Sets. Die Arbeit wird in Kooperation mit erfahrenen Partnerorganisationen aus der Region geleistet. „Der Vormarsch der IS-Kämpfer und die sich schnell verschiebenden Kampfeslinien bringen Gefahren für Flüchtlinge und Helfende mit sich“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Um effektiv helfen zu können, brauchen wir sichere Schutzzonen für Flüchtlinge wie für Helferinnen und Helfer.“

In den umkämpften Regionen selbst ist Hilfe nur unter großen Gefahren möglich. Mitarbeitende und Partner der Hilfswerke arbeiten unter Einsatz des eigenen Lebens. Aus den Caritas-Zentren in Alquosh, in Qaraquosh und in Bartillah mussten Flüchtlinge wie Mitarbeiter Hals über Kopf fliehen, als die Terrorgruppen die Städte eroberten.

Am 19. August, am UN-Tag der Humanitären Hilfe, soll der Menschen gedacht werden, die im Dienst humanitärer Hilfe ihr Leben gelassen haben. Daher appellieren die beiden kirchlichen Hilfswerke an alle Konfliktparteien, die Unabhängigkeit humanitärer Hilfe zu akzeptieren und Helferinnen und Helfer zu schützen. Gleichzeitig drängen Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international darauf, die Not der syrischen und irakischen Flüchtlinge, aber auch von Vertriebenen in anderen Teilen der Welt nicht aus den Augen zu verlieren. Das Motto ihrer gemeinsamen Sommeraktion, die am Tag der Humanitären Hilfe ihren Abschluss findet, ist gleichzeitig als Appell zu verstehen: „Die größte Katastrophe ist das Vergessen".

Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas International rufen dringend zu Spenden für die Opfer des Konflikts auf:

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin, Evangelische Darlehnsgenossenschaft Kiel, Konto: 502502, BLZ 210 602 37, IBAN: DE26 2106 0237 0000 502502, BIC: GENODEF1EDG, Stichwort: Irak

Deutscher Caritasverband/Caritas international
Konto: 202, BLZ 660 205 00, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL, Stichwort: Nothilfe Irak

Pressekontakte:
Diakonie Katastrophenhilfe
Anne Dreyer, Tel.: 030 65211 4430,
anne.dreyer@diakonie-katastrophenhilfe.de

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