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Syrien: Drohender Militärschlag gefährdet Millionen Flüchtlinge

Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor Verschärfung der humanitären Lage

Berlin, 30.08.2013Die Diakonie Katastrophenhilfe sorgt sich um mehr als 6 Millionen Flüchtlinge in Syrien und den Nachbarländern. Ein Militärschlag westlicher Staaten gegen das syrische Regime könnte die Lage der Flüchtlinge weiter verschlechtern. Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe: „Ein militärisches Eingreifen des Westens könnte Racheakte in den angrenzenden Staaten zur Folge haben und genau die Regionen destabilisieren, in denen wir viele Flüchtlinge versorgen. Zahlreiche Familien haben Angst, dass sie ein zweites Mal fliehen müssen. Auch die Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, sind besorgt, dass der Krieg sie bald erreicht. Wir brauchen eine politische Lösung des Konfliktes und keine weitere Eskalation.“

Nach Informationen der Projektpartner der Diakonie Katastrophenhilfe fliehen immer mehr Menschen aus Syrien. Allein im Libanon kommen derzeit täglich mehr als 16.000 Flüchtlinge an. Dort und im Irak ist Unterstützung bei der Versorgung von neu ankommenden Syrern dringend nötig, melden die Partner des evangelischen Hilfswerks.

4,25 Millionen Syrer sind innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht. Mehr als 1,9 Millionen Menschen sind mittlerweile in die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien, Irak sowie nach Ägypten und Nordafrika geflohen. 78 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet seit Beginn des gewaltsamen Konflikts Nothilfe. Das Hilfswerk versorgt insbesondere Flüchtlingsfamilien, die in den Nachbarländern außerhalb der Camps Schutz suchen, mit Unterkünften, Kleidung, Decken, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Das Hilfswerk bietet außerdem psychosoziale Unterstützung an, damit Betroffene Kriegserlebnisse verarbeiten können. Aus- und Weiterbildungsprogramme schaffen neue Perspektiven.

Für diese Arbeit bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden unter dem Stichwort: „Nothilfe Syrien“:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 502, Evang. Darlehensgenossenschaft, BLZ 2106 0237 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de
Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Kontakt:
Urte Lützen, 030 65211 1835 oder 0152 227 019 04,
presse@diakonie-katastrophenhilfe.de

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