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Aufnahmekontingent für syrische Flüchtlinge großzügig gestalten

Diakonie Deutschland und Diakonie Katastrophenhilfe begrüßen Ankündigung von Bundesinnenminister Friedrich

20.03.2013Diakonie Deutschland und Diakonie Katastrophenhilfe begrüßen, dass Bundesinnenminister Friedrich nach anfänglicher Zurückhaltung ein humanitäres Aufnahmeprogramm für syrische Flüchtlinge angekündigt hat. „Diakonie Deutschland und Diakonie Katastrophenhilfe hatten dies angesichts der extrem angespannten humanitären Lage im Krisengebiet gemeinsam mit den Kirchen und Flüchtlingsorganisationen bereits seit längerem gefordert“, sagte Johannes Stockmeier, Präsident der Diakonie Deutschland am Mittwoch in Berlin. Hintergrund ist, dass sich Bundesinnenminister Friedrich bei der EU-Kommissarin Malmström für ein EU-weites Aufnahmeprogramm einsetzen will.

„Eine Aufnahme aus dem Krisengebiet zusätzlich zu der Nothilfe vor Ort in Jordanien, Libanon, Irak und der Türkei ist ein dringend notwendiger Schritt“, betonte Stockmeier. „Dass geplant ist, bereits im Juni erste Flüchtlinge aufzunehmen, ist ein sehr positives Signal.“ Ähnlich wie bei der Aufnahme irakischer Flüchtlinge 2009/2010 könne Deutschland auch im europäischen Kontext eine Vorreiterrolle spielen.

Die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe Cornelia Füllkrug-Weitzel betonte, dass Deutschland sich bei der Aufnahme ohne Ansehen der ethnischen oder religiösen Herkunft an der konkreten Notlage der Flüchtlinge orientieren müsse. Bei den Aufnahmekriterien sollten vor allem Schutzbedürftige und Angehörige von in Deutschland lebenden Menschen mit syrischen Wurzeln berücksichtigt werden. „Das Kontingent sollte großzügig ausgestaltet sein“, forderte Füllkrug-Weizel mit Blick auf Bund und Länder, „denn nur dann werden die Nachbarstaaten Syriens die Aufnahme als tatsächliche Entlastung erfahren“. Eine Million Menschen seien mittlerweile auf der Flucht vor der brutalen Gewalt in ihrem Land. Sie versuchten, unter extrem schwierigen Umständen in den Dörfern und Städten der Nachbarländer oder in überfüllten Lagern zu überleben.
 
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt seit Beginn des Konfliktes gemeinsam mit Partnern des internationalen Netzwerks ACT Alliance syrische Flüchtlinge in den Nachbarstaaten Türkei, Irak, Libanon und Jordanien – in und außerhalb der Flüchtlingslager.

Die Diakonie bietet Flüchtlingen in Deutschland Verfahrens- und allgemeine Sozialberatung in ca. 150 Flüchtlingsberatungsstellen an.

Spenden für die Flüchtlingsarbeit nimmt die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Stichwort: Nothilfe Syrien entgegen.

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 502, Evang. Darlehensgenossenschaft, BLZ 2106 0237 oder online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Diakonie Katastrophenhilfe und Diakonie Deutschland versenden diese Pressemitteilung im gleichen Wortlaut. Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen.

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