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Caritas und Diakonie in Sorge um Kriegsopfer

Über 100.000 Menschen in Nord-Mali und Nachbarländern auf Hilfe angewiesen

Freiburg/Stuttgart, 12.04.2012Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe sind tief besorgt ange-sichts des Schicksals von rund 100.000 vertriebenen Kriegsopfern im Norden Malis. Die kirchlichen Hilfswerke befürchten eine schwere humanitäre Krise. Sie fordern, dass so schnell wie möglich eine humanitäre Schutzzone eingerichtet wird, um die Versorgung der Menschen zu ermöglichen. Auch in die Nachbarländer Niger und Burkina Faso sind Zehntausende geflohen. Die an-gespannte Versorgungslage wegen der anhaltenden Dürre erfordert dort nach Ansicht der Hilfswerke ebenfalls schnelles Handeln.

„Die Menschen im Norden Malis sind Übergriffen schutzlos ausgeliefert. Sie brauchen dringend Wasser, Lebensmittel und medizinische Versorgung“, so Christoph Klitsch-Ott, Referatsleiter Afrika von Caritas international. Die Lage im Norden Malis ist extrem schwierig: Krankenhäuser sind zerstört, die Wasserversorgung funktioniert nicht mehr. „Die Menschen sehen angesichts von Gewalt und Übergriffen ihre einzige Chance in der Flucht“, sagt Martin Kessler. Der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe ist vor kurzem aus der Region zurückgekehrt und hat mit Flüchtlingen aus Mali im Norden Burkina Fasos gesprochen. Im Rahmen des globalen kirchlichen Hilfsnetzwerks ACT Alliance werden nach seinen Angaben Hilfsmaßnahmen vorbereitet.

Humanitäre Hilfe ist im Norden Malis angesichts der Sicherheitslage gegenwärtig kaum möglich. Die Hoffnungen richten sich jetzt darauf, dass Nachbarländer wie Algerien, Mauretanien, Niger und übergeordnete Institutionen wie die UN oder auch ECOWAS mit Nachdruck auf eine politische Lösung der Krise hinarbeiten.

Priester und Caritas-Mitarbeiter hatten vergangene Woche nach Burkina Faso flüchten müssen, nachdem das Caritas-Büro in Gao zerstört und Hilfsgüterlager geplündert worden waren. Die Hilfsprojekte der Caritas für Flüchtlinge, Vertriebene und Migranten in Gao, Timbuktu und Kidal mussten eingestellt werden. Unterdessen setzt Caritas ihre Hilfsprojekte im Süden Malis fort. Im Niger und in Burkina Faso helfen Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe den Flüchtlingen.

Spenden mit Stichwort „Hungerhilfe Sahel“ werden erbeten an:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 502, Evang. Darlehensgenossenschaft, BLZ 2106 0237 oder online hier

Spenden mit Stichwort Flüchtlingshilfe Sahel“ werden erbeten an:
Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Kontakt:
Rainer Lang, 0711 2159-147 oder 0174-313 56 51, r.lang@diakonie-katastrophenhilfe.de

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