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Südsudan: Start in die Unabhängigkeit

Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Präsenz im Land verstärkt

Stuttgart, 08.07.2011Der Südsudan feiert am Samstag, 9. Juli 2011, seine Unabhängigkeit. Die Diakonie Katastrophenhilfe begrüßt dieses historische Ereignis. Zugleich zeigt sich das evangelische Hilfswerk besorgt darüber, dass die Konflikte im Südsudan, wie in der Jonglei-Provinz, sowie in der Grenzregion Südkordofan andauern und es nach der Unabhängigkeit zur weiteren Eskalation kommen könnte. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Präsenz im Land seit Herbst 2010 verstärkt. Die Direktorin des Hilfswerks, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, sicherte den Menschen im Südsudan weitere Unterstützung zu, wies aber auch darauf hin, dass die Menschen in der sudanesischen Krisenregion Darfur über den Ereignissen im Südsudan nicht vergessen werden dürften.

Nach einem halben Jahrhundert Bürgerkrieg und einer völlig zerstörten Infrastruktur, Tausenden Flüchtlingen, die zurückkehren, benötigt der Südsudan Unterstützung beim Aufbau einer Infrastruktur. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat den Südsudan zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Das 1998 gestartete Basisgesundheitsprogramm in der Region Rumbek hat das Hilfswerk verstärkt. Mit dem Programm werden eine halbe Million Menschen erreicht. Zugleich unterstützt das Hilfswerk den Bau von Schulen sowie Rückkehrer bei der Wiederansiedlung mit Saatgut und Werkzeug.

Die Diakonie Katastrophenhilfe stimmt sich eng mit den im Land tätigen Partnern im Verbund des globalen kirchlichen Hilfsnetzwerks ACT Alliance ab. So werden lokale ACT-Mitglieder in der Nothilfe geschult. Der Lutherische Weltbund erhält Unterstützung bei seiner schwierigen Arbeit n Jonglei. Das Hilfswerk verweist darauf, dass der Aufbau stabiler sozialer Strukturen ein wichtiger Beitrag für eine friedliche Zukunft im Südsudan ist.

Daneben fördert die Diakonie Katastrophenhilfe weiterhin Hilfsmaßnahmen in Darfur. Außerdem hilft die Organisation im Nachbarland Tschad, wo 250.000 Flüchtlinge aus Darfur leben, sowohl den Vertriebenen als auch den lokalen Gemeinden. Mögliche Auswirkungen der Unabhängigkeit des Südsudan auf Darfur und den Tschad sind noch nicht abzusehen.

Für Rückfragen:
Rainer Lang, Tel. 0174-313 56 51

Die Diakonie Katastrophenhilfe bietet ausführliche Informationen zum Südsudan an mit Features, Fotos und Videos unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de

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