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Chile: Gemeinsame Hilfe für arme Gemeinden

Ein Jahr nach dem Beben ziehen Diakonie und Caritas positive Bilanz

Freiburg, Stuttgart, 24.02.2011Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe ziehen ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Chile eine positive Bilanz ihrer gemeinsamen Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Regionen. Mit dem lokalen Partner, der Caritas Chile, haben die beiden kirchlichen Hilfswerke in besonders schwer zerstörten und armen Regionen an der Pazifikküste und im Landesinneren ganze Siedlungen wieder aufgebaut und vielen Betroffenen eine neue Perspektive gegeben. Am 27. Februar 2010 hatte vor der Küste Chiles ein Erdbeben einen Tsunami ausgelöst und schwere Verwüstungen angerichtet. Das Beben war mit der Stärke 8,8 auf der Richterskala eines der fünf schwersten, die jemals gemessen wurden.

„Ein zentraler Punkt dieser ökumenischen Unterstützung ist es, dass bei der Hilfe der Zusammenhalt in den betroffenen Gemeinden gestärkt worden ist“, betont Volker Gerdesmeier, Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe. Gezielt wurden benachteiligte Gruppen unterstützt. Denn das Erdbeben hat nach Einschätzung der Hilfswerke auch die mangelnde soziale Absicherung vieler Gruppen in der Bevölkerung aufgedeckt, die nicht vom Wirtschaftswachstum Chiles profitieren.

„Die Kooperation konnte nur so erfolgreich verlaufen“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international, „weil die beiden Hilfswerke nach denselben Prinzipien arbeiten: Enge Einbeziehung der Betroffenen, Hilfe zur Selbsthilfe, die Ärmsten zuerst, mittel- und langfristiger Aufbau.“

So wurden in der Stadt Curanilahue, die in einem der am schwersten zerstörten Gebiete liegt, unter Einbeziehung der Betroffenen rund 60 zerstörte Häuser wieder aufgebaut und repariert. In manchen Fällen mussten zuvor die Eigentumsverhältnisse geklärt und ins Grundbuch eingetragen werden, um den Menschen mit den Landtiteln auch mehr Sicherheit zu verschaffen. Begleitet wurden diese Maßnahmen durch umfangreiche Sozial- und Beschäftigungsprogramme. In den Küstengebieten liegt der Schwerpunkt des Wiederaufbaus darauf, betroffenen Fischerkooperativen neue Boote und Netze zu finanzieren und die Infrastruktur wiederaufzubauen.

Spenden mit Stichwort „Chile“ werden weiterhin erbeten:

- Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, - online unter: www.caritas-international.de
- Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online hier
- Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Diakonie Katastrophenhilfe 4,83 EUR)

Für Rückfragen:
Stephan Günther, Caritas international: 0761-200 515
Unter dieser Nummer ist auch ein Feature mit Fotos zu Hilfsmaßnahmen zu bestellen.

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