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Haiti: Lage in den Cholera-Gebieten verschärft sich

Katastrophenhilfe verstärkt Maßnahmen im Kampf gegen die Krankheit

Stuttgart, 26.10.2010Die Diakonie Katastrophenhilfe hat den Kampf gegen die Cholera-Epidemie in Haiti weiter verstärkt. Die evangelische Hilfsorganisation wird zunächst rund 80.000 Euro zur Verfügung stellen, damit unter anderem das medizinische Personal beim Partner OSAPO aufgestockt werden kann. „Mit dem Geld kaufen wir auch notwendige Medikamente wie Antibiotikum und Infusionen. Gebraucht werden aber auch dringend Trinkwasser und Wasser-Reinigungstabletten“, erläutert Astrid Nissen, die Leiterin des Projektbüros in Port-au-Prince, die Situation.

„Das Einsatzgebiet unseres Partners OSAPO liegt strategisch günstig auf dem Weg nach Port-au-Prince“, erläutert Nissen. Die Mitarbeiter von OSAPO würden seit Ausbruch der Krankheit im Bezirk Artibonite unter Hochdruck die Menschen mit Medikamenten versorgen. „Wichtig ist jetzt vor allem, ein weiteres Ausbrechen der Krankheit in anderen Regionen zu verhindern“, so Nissen weiter. Dazu sei vor allem Aufklärungsarbeit notwendig. Die Menschen müssten häufig die Hände waschen und vor allem sauberes Trinkwasser bekommen.

Astrid Nissen: „ Mit wenig kann schon viel erreicht werden. Die Behandlung von Cholera-Erkrankten mit Antibiotika kostet 40 Euro. 40 Euro, die ein Menschenleben retten können“. Das Gesundheitsministerium in Port-au-Prince bestätigte inzwischen, dass die Zahl der Cholera-Kranken auf mittlerweile 3.000 angestiegen ist. Über 250 Menschen sind bereits gestorben. Die Vereinten Nationen warnten unterdessen vor einer landesweiten Cholera-Epidemie. Eine Ausbreitung der Krankheit mit zehntausenden Toten sei durchaus wahrscheinlich, hieß es.

Vor rund neun Monaten forderte ein verheerendes Erdbeben über 200.000 Tote in Haiti. Seit dieser Zeit leben hunderttausende Flüchtlinge in Lagern unter zum Teil erbärmlichen hygienischen Zuständen. Zahlreiche Hilfsorganisationen, unter ihnen auch die Diakonie Katastrophenhilfe, hatten nach dem Erdbeben vor dem Ausbruch von Seuchen gewarnt.

Für Rückfragen: Peter Liebe, Tel. 0174-3020158

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden, Kennwort: „Erdbebenhilfe Haiti“

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