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Haiti: Immer mehr Hilfe erreicht die Opfer

Mehrere Tonnen Hilfsgüter sind inwischen in Jacmel angekommen

Stuttgart, 23.01.2010Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe hat bis zum Wochenende 7,5 Tonnen Hilfsgu¨ter von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince in die Stadt Jacmel weiter im Su¨den transportiert. Die Gu¨ter konnten nur per Helikopter befördert werden, weil der Zustand der Straßen noch zu schlecht ist. Mit der Verteilung der Medikamente, Decken, Plastikplanen, Wasserkanister und Nahrungsmittel wird umgehend begonnen. Der Bedarf der Opfer an Hilfe ist enorm. „Die meisten Menschen in der Hauptstadt Port-au-Prince schlafen weiterhin im Freien“, sagt Rainer Lang, der fu¨r die Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort ist.

„Viele Häuser und Wohnungen sind zerstört, viele Menschen haben aber auch Angst vor den ständigen Nachbeben, die es im Katastrophengebiet täglich gibt“, berichtet Lang. Als erstaunlich beschrieb er, wie die Menschen in dem Chaos der Zerstörung ihr Leben organisieren. Zum Wochenende hin hat sich die Lage im Katastrophengebiet seiner Einschätzung nach ein Stu¨ck weit entspannt. Hilfsgu¨ter erreichen nach und nach die Betroffenen, auch wenn die logistischen Herausforderungen enorm sind. Dazu zählt vor allem der schlechte Zustand der Straßen, der eine geordnete Verteilung der Hilfsgu¨ter sehr erschwert.

Trotz der schwierigen Situation ist die Lage bislang erstaunlich ruhig geblieben. Es gibt jetzt wieder Benzin, auch Banken und Supermärkte sind zum Teil wieder geöffnet. Über das Ausmaß der Zerstörung in der Innenstadt zeigt sich Lang schockiert. Immer noch hängt u¨ber vielen Gebäuden der Verwesungsgeruch und in den Tru¨mmern liegen noch Tote. „Viele Überlebende stehen nach wie vor unter Schock und können noch gar nicht das ganze Ausmaß der Katastrophe fassen“, berichtet Rainer Lang. „Auch fu¨r uns Helfer ist die Lage oft bedru¨ckend. Hier ist langfristige Hilfe nötig“, betont er im Blick auf die bittere Armut, die in dem Land herrscht.

Die Diakonie Katastrophenhilfe, die seit fu¨nf Jahren ein eigenes Bu¨ro in Haiti hat, ist inzwischen in Kontakt mit allen ihren lokalen Partnerorganisationen, die selbst betroffen sind von der Katastrophe. Gemeinsam mit ihnen und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in einem lokal eingebundenen Hilfsnetzwerk.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden.

Diakonie Katastrophenhilfe:
- Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Kennwort: „Erdbebenhilfe Haiti
- online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti
- Per SMS: Spender können an die 8 11 90 eine SMS mit dem Stichwort BEBEN schicken. Von der Mobilfunk-Rechnung werden dann 5 Euro abgebucht.
Caritas international: Konto 202, Bank fu¨r Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Fu¨r Ru¨ckfragen oder bei Interviewwu¨nschen mit Rainer Lang: Peter Liebe, Tel.: 0174/30 20158. Weitere Informationen im Internet unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/haiti. Im Pressebereich unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/presse finden Sie Pressemitteilungen, Pressebilder, Interviews, Videos und O-Töne in der „Digitalen Pressemappe Haiti“. Diese wird ständig aktualisiert.

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