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Gezielte Hilfe für Cholera-Kranke

Evangelisches Hilfswerk unterhält eines von 15 Behandlungszentren

Stuttgart, 12.11.2010Die Diakonie Katastrophenhilfe unterhält in Haiti eines von 15 Behandlungszentren von Cholera-Kranken. Damit spielt das evangelische Hilfswerk eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Krankheit. Letztere verbreitet sich vor allem über Wasser und Nahrung, verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen und kann tödlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist besorgt über den Anstieg der Zahl der Erkrankten und tut alles, um eine landesweite Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Erleichtert zeigten sich Helfer vor Ort, dass Hurrikan Tomas glimpflicher als befürchtet verlief.

Die Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, Astrid Nissen, weist darauf hin, dass die Ursache für das Ausbrechen der Seuche in strukturellen Problemen liege, die das schwere Erdbeben verschärft hätten. Die Epidemie ist für Nissen das Ergebnis einer tiefgreifenden humanitären Krise, in der sich das ärmste Land der westlichen Hemisphäre schon lange befindet. Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Bisher sollen nach offiziellen Angaben rund 10.000 Menschen von der Cholera betroffen sein, über 600 sind gestorben.

In der Klinik der Partnerorganisation Osapo sind bisher rund 450 Patienten behandelt worden. Zugleich hat Osapo eine Aufklärungskampagne gestartet. Es werden auch Tabletten zur Wasserreinigung sowie Seife verteilt. Mit der Kampagne werden rund 5.000 Familien erreicht. Das Osapo-Krankenhaus ist eines der 15 Cholera Treatment Centres im Land. Dazu muss es bestimmten Kriterien genügen. Isolierte Behandlung, die Absperrung des Behandlungsbereiches sowie Installationen zur Desinfektion gehören dazu.

Die schlechten sanitären Verhältnisse im Land tragen laut Nissen zur Ausbreitung der Seuche bei. Die Überflutungen durch Hurrikan Tomas hätten zur Verschlechterung beigetragen. Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen im Südosten des Landes, wo die Bevölkerung Trinkwasser oftmals aus Flüssen und Bächen bezieht, besonders durch präventive Maßnahmen wie Informationskampagnen. Sie haben vorsorglich Familien aus Lagern Jacmels evakuiert.

Für Rückfragen: Rainer Lang, 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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