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Sudan: Lebenswichtige Versorgung von Flüchtlingen in Gefahr

Hilfswerk: Humanitäre Hilfe darf nicht zum Spielball der Politik werden

Stuttgart, 06.03.2009Die Ausweisung mehrerer Hilfsorganisationen aus dem Sudan gefährdet nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe die lebensnotwendige Versorgung von Flüchtlingen in der Krisenprovinz Darfur. Das evangelische Hilfswerk betont, dass die dort von dem seit sechs Jahren andauernden Konflikt betroffenen Menschen auf Unterstützung angewiesen sind. Die Organisation macht mit Nachdruck deutlich, dass „humanitäre Hilfe nicht zum Spielball der Politik werden darf“.

Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert, dass die humanitäre Hilfe in Darfur unbedingt weitergehen und der Zugang zu den Hilfsbedürftigen gewährleistet werden muss. Außerdem fordert das Hilfswerk, dass die Sicherheit für die Helfer garantiert werden muss. Es unterstützt seit 2004 im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT („Kirchen helfen gemeinsam“) die durch den anhaltenden Konflikt vertriebene Bevölkerung in Darfur. Die Situation dort bleibt katastrophal.

In der Provinz unterstützt ACT im Moment eine der größten humanitären Hilfsoperationen. Neben Lebensmitteln und Wasser benötigen die vertriebenen Menschen vor allem Schutz sowie eine umfassende psychosoziale Betreuung. Die Bevölkerung ist von dem anhaltenden Konflikt traumatisiert. Ein umfassender Friedensprozess unter Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen und der Zivilgesellschaft kommt nicht in Gang.

Der Direktor von ACT, John Nduna, hatte nach Erlassen des Haftbefehls gegen den Präsidenten Sudans an die dortige Regierung und die politischen Parteien appelliert, Ruhe zu bewahren und nicht überstürzt zu reagieren. Die Zivilbevölkerung dürfe jetzt nicht unter der politischen Situation leiden. Nduna appellierte an alle Seiten, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die internationale Hilfe für die auf Unterstützung angewiesenen Menschen im Sudan weiter geht. Er betonte, dass das ACT-Netzwerk den betroffenen Menschen auch künftig beistehe.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: Sudan.

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de

Für Rückfragen: Rainer Lang, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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