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Sri Lanka: Viele Flüchtlinge sind in Schulen untergekommen

Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt 1.200 vertriebene Familien

Stuttgart, 04.03.2009Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet in Sri Lanka mit Unterstützung des deutschen Außenministeriums Nothilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge. Der lokale Partner „Community Trust Fund“ (CTF) des evangelischen Hilfswerks versorgt 1.200 vertriebene Familien im Norden des Landes. Sie erhalten in den nächsten drei Monaten Nahrungsmittel und weitere Hilfsgüter. Für die Hilfsaktion werden mehr als 300.000 Euro bereit gestellt.

„Die Folgen der erneuten Gewalteskalation in Sri Lanka sind immens. Die Zivilbevölkerung leidet“, betont der Leiter der Programmabteilung Katastrophenhilfe, Volker Gerdesmeier, der erst vor wenigen Tagen aus Sri Lanka zurückgekehrt ist. Die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen sei in dieser Lage von großer Bedeutung. „Sie können unabhängig und neutral dringend notwendige Hilfe leisten“. Die oft in Schulen untergekommenen und völlig mittellosen Menschen müssen versorgt werden, so Gerdesmeier. Dazu zählen neben Nahrung auch Matten, Kochgeschirr und Hygieneartikel. Außerdem werden die häufig verletzten und schwer traumatisierten Vertriebenen medizinisch und psychosozial versorgt. Dafür sollen zwölf mobile Kliniken eingerichtet werden.

Rund 250.000 Menschen sind nach CTF-Angaben durch die Kämpfe zwischen der Regierungsarmee und den tamilischen Rebellen der LTTE im Norden des Landes vertrieben worden. CTF hilft meist in Schulen, die zu Notunterkünften geworden sind. Unterricht ist nicht mehr möglich. Der Partner der Diakonie Katastrophenhilfe betreut seit Jahren Flüchtlinge. „Die Menschen leiden und hungern. Schwierig ist es vor allem für Schwangere und Kinder“, so ein CTF-Mitarbeiter.

Die Situation in Sri Lanka, wo im Bürgerkrieg seit 1983 über 70.000 Menschen getötet worden sind, hat sich schon 2008 zugespitzt. Wegen des andauernden ethnischen Konflikts und einer Reihe von Naturkatastrophen wie Fluten und Dürren, bei denen viele Menschen ihren ganzen Besitz verloren haben, sind den Angaben zufolge die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe geschnellt. Zugleich sind die Löhne wegen des Überangebots an Arbeitskräften gesunken. Das hat vor allem die Bürgerkriegsflüchtlinge im Land getroffen. Schon vor der Zuspitzung des Konflikts sind bis Oktober 2008 fast 370.000 Menschen vertrieben worden. Auch sie brauchen Hilfe, betonte ein CTF-Mitarbeiter.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Sri Lanka“:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de

Für Rückfragen: Rainer Lang, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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