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Sri Lanka: Hilfsbedarf für Flüchtlinge weiterhin hoch

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu verstärkter Unterstützung auf

Stuttgart, 18.05.2009Die Lage in den Flüchtlingslagern im Norden Sri Lankas hat sich nach Informationen der Diakonie Katastrophenhilfe weiter zugespitzt. Nach Angaben des evangelischen Hilfswerks sind allein in den vergangenen zwei Tagen vor dem Ende der Kämpfe 70.000 neue Flüchtlinge angekommen. Die Helfer vor Ort berichten, dass weitere Hilfe dringend benötigt wird. Dazu zählen zunächst Lebensmittel, Trinkwasser und Hygieneartikel. Äußerst wichtig sei jedoch auch die psychosoziale Unterstützung für die durch die heftigen Kämpfe vielfach schwer traumatisierten Menschen, heißt es.

„Wir sind wirklich in einer äußerst schwierigen Situation“, berichtet ein Helfer aus dem Distrikt Vavunija, wo die Diakonie Katastrophenhilfe seit Wochen, unter anderem mit Unterstützung des deutschen Außenministeriums, Flüchtlingsfamilien hilft. „Tausende von Menschen erhalten nicht die nötige Hilfe. Außerdem sind die Lebensmittelpreise gestiegen“, beklagt der Mitarbeiter der Partnerorganisation „Community Trust Fund“ (CTF).

Um das größte Leid zu lindern, versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe gegenwärtig rund 9.000 Flüchtlinge in vier zu Notunterkünften umfunktionierten Schulen. Tankwagen liefern Trinkwasser, bis genügend Wassertanks aufgestellt sind. Helfer verteilen Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln und Gemüse an die Neuankömmlinge. Unterernährte Kinder sowie schwangere und stillende Frauen erhalten zusätzlich Getreideflocken, Obst und proteinhaltige Kekse, damit sie wieder zu Kräften kommen. Weil die meisten Flüchtlinge vollkommen mittellos in den Lagern ankommen, gibt es pro Familie ein Hilfspaket mit Kochgeschirr, Decken, Matten, Moskitonetzen und Kleidung. Hygieneartikel sollen helfen, den Ausbruch von Krankheiten zu vermeiden.

Außerdem hat CTF zwölf mobile Kliniken eingerichtet und mit Medikamenten ausgestattet, um die Kranken und Verletzten in den Notunterkünften zu behandeln. Ärzte kümmern sich dort vor allem um schwangere und stillende Frauen, Alte und Kinder. Ebenso wichtig ist aber auch psychosoziale Hilfe. Gesprächsgruppen für Erwachsene, Spiel- und Lernangebote für Kinder und Jugendliche sollen den Vertriebenen helfen, Trauer und Schrecken zu überwinden.

Eine schnelle Rückkehr der Flüchtlinge halten die Helfer vor Ort für unwahrscheinlich. In dem bisher umkämpften Gebiet sei die Infrastruktur weitgehend zerstört. Außerdem müssten die zahllosen Minen geräumt werden. Deshalb seien Zehntausende Menschen vorerst weiter auf Unterstützung angewiesen.
Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Sri Lanka“:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de

Für Rückfragen: Rainer Lang, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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