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Simbabwe: Sauberes Wasser als Schutz gegen Cholera

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zur Unterstützung der notleidenden Menschen auf

Stuttgart, 10.02.2009Stuttgart, 10. Februar 2009. Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft angesichts der anhaltenden Krise in Simbabwe dazu auf, die notleidende Bevölkerung weiterhin zu unterstützen. Das evangelische Hilfswerk hofft, dass sich mit der vereinbarten Machtteilung zwischen Präsident Robert Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai die Lage im Land endlich entspannt. Die Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe berichten, dass sich die Choleraepidemie in den vergangenen Wochen weiter ausgebreitet hat. Medikamente und sauberes Wasser werden dringend benötigt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe verweist auf besorgniserregende Informationen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind seit August 2008 mehr als 65 000 Menschen – andere Quellen sprechen von über 100 000 Menschen - an Cholera erkrankt, rund 3.300 sind daran gestorben. Das Hilfswerk stellt deshalb Medikamente und medizinische Güter bereit. „In dieser Situation ist es außerdem wichtig, die Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten“, betont der Leiter der Programmabteilung Katastrophenhilfe, Volker Gerdesmeier.

Dazu werden mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe im Süden und Südosten des Landes mehr als 100 Tiefbrunnen neu gebohrt oder wieder in Stand gesetzt, die insgesamt 25.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgen. Damit wird sichergestellt, dass diese Menschen von der Cholera verschont bleiben. Mit dem Bau der Brunnen werden auch Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft geschaffen.

Außerdem können sich die Menschen bei einer Arbeitslosenquote von mehr als 90 Prozent und einer Rekordinflation von Hunderten Millionen Prozent kaum noch Nahrungsmittel leisten. Mehr als die Hälfte der Simbabwer ist Schätzungen zufolge auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft auch diesen Menschen über ihre Partnerorganisationen, teilweise unterstützt vom deutschen Entwicklungshilfeministerium. Die Partner verteilen Nahrungsmittel an besonders bedürftige Familien, aber auch Saatgut und landwirtschaftliches Gerät für den Anbau.

Mitarbeiter der Partnerorganisationen beschreiben ihre alltägliche Arbeit als äußerst schwierig: „Wir arbeiten unter katastrophalen Bedingungen. Die Telefone funktionieren nur ab und zu, es gibt weder zuverlässigen Internetanschluss noch ausreichenden Handyempfang, Treibstoff ist nur schwer aufzutreiben, Güter müssen stets in Devisen bezahlt werden“, berichtet eine Mitarbeiterin. „Aber wir müssen etwas tun. Wir können nicht einfach sagen: Wir hören auf zu arbeiten. Die Menschen in Simbabwe brauchen unsere Hilfe“, betont sie.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden, Kennwort: „Simbabwe“:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Für Rückfragen: Rainer Lang, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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