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Pakistan: Hunderttausende bisher ohne Hilfe

Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt mehr als 20.000 Flüchtlinge

Stuttgart, 27.05.2009Die Diakonie Katastrophenhilfe hat angesichts des dramatischen Anstiegs der Flüchtlingszahlen im Nordwesten Pakistans auf die prekäre Lage von Hunderttausenden Vertriebenen hingewiesen, die keine Hilfe erhalten. Der Großteil der vor den Kämpfen zwischen Armee und militanten religiösen Gruppen Geflüchteten sei bei ohnehin meist bedürftigen Gastfamilien untergekommen, berichten Mitarbeiter des evangelischen Hilfswerks. Deren Kapazität sei erschöpft. Mit Unterstützung des deutschen Außenministeriums hat die Diakonie Katastrophenhilfe ein umfassendes Nothilfeprogramm gestartet: Es werden Hilfsgüter verteilt und provisorische Schulen gebaut.

Über das Hilfsprojekt können etwa 21.000 Menschen versorgt werden. Sie leben in gemieteten Unterkünften oder bei Gastfamilien, verteilt auf insgesamt 166 Dörfer, im Distrikt Mardan im Nordwesten Pakistans. Dies entlastet zugleich die Gastfamilien, die mit der Versorgung der Vertriebenen völlig überfordert sind. Die Flüchtlinge erhalten Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Um die Ausbildung zu sichern, werden Schulmaterialien-Sets verteilt sowie Notschulen gebaut.

Die lokale Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe ist seit längerer Zeit in dem Gebiet tätig. „Die Flüchtlingszahlen steigen von Tag zu Tag“, berichtet einer der Mitarbeiter. „Die Lage der Menschen wird immer schlechter“, warnt er. Dazu tragen die extremen Wetterbedingungen bei. Bei Temperaturen von bis zu 49 Grad Celsius leiden viele Menschen an Austrocknung, weil es wenig Trinkwasser gibt. Sie müssen dringend medizinisch versorgt werden, so die Helfer vor Ort. Bei steigenden Lebensmittelpreisen und knappem Wohnraum sind die Vertriebenen sowie die Gastfamilien nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe dringend auf Hilfe angewiesen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe weist darauf hin, dass die Weltöffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen hat, dass die meisten Vertriebenen nicht in Lagern untergekommen sind und deshalb auch keinen Zugang zu Hilfe haben. Nach Angaben der Mitarbeiter vor Ort sind die Gastfamilien, die stark von der Wirtschaftskrise betroffen und oft selbst bedürftig sind, mit dem Ansturm völlig überfordert. Bei der Vertreibung handelt es sich nach UN-Angaben um die größte Fluchtwelle seit dem Völkermord in Ruanda vor 15 Jahren mit bis zu 2,5 Millionen Flüchtlingen.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Pakistan“:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de


Für Rückfragen: Rainer Lang, Telefon: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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