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Kaukasus: Die Lage bleibt unverändert angespannt

Diakonie Katastrophenhilfe in Flüchtlingszentren weiter im Einsatz

Stuttgart, 07.08.2009Am ersten Jahrestag des Georgien-Krieges ist die Lage im Kaukasus nach wie vor angespannt. Russland hat seine Truppen wegen „Provokationen“ seitens Georgiens in Alarmbereitschaft versetzt. Die abtrünnige Republik Südossetien und Georgien werfen sich gegenseitig vor, für Angriffe in den vergangenen Tagen verantwortlich zu sein. Georgische Truppen hatten Südossetien in der Nacht zum 8. August 2008 angegriffen. Daraufhin marschierte die russische Armee in das völkerrechtlich zu Georgien gehörende Territorium ein. Nach Ende des Konflikts erkannte Russland gegen internationalen Protest Südossetien und das ebenfalls von Georgien abgefallene Abchasien als unabhängige Staaten an. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt seit gut einem Jahr lokale Partner bei ihrer Hilfe für Kriegsopfer.

„Über 35.000 Menschen können bislang nicht in ihre Heimat zurückkehren“, berichtet Tommy Bouchiba vom evangelischen Hilfswerk Diakonie Katastrophenhilfe. Die Vertriebenen sind weiterhin in Sammelunterkünften, bei Gastfamilien oder in neu geschaffenen Siedlungen außerhalb der Hauptstadt Tiflis untergebracht. Eine Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimatdörfer werde auch in Zukunft kaum möglich sein, so Bouchiba weiter. Bei den Betroffenen handele es sich im wesentlichen um georgisch stämmige Vertriebene aus Südossetien, deren Dörfer während des Krieges zum Großteil vollkommen zerstört wurden.

Im vergangenen Jahr stellte die Diakonie Katastrophenhilfe über 580.000 Euro als Nothilfe in Georgien zur Verfügung. Mit den Mitteln konnten zunächst mehr als 10.000 Vertriebene mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Haushaltsgegenständen versorgt werden. Später konzentrierte sich die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe darauf, die medizinische und psycho-soziale Betreuung der Vertriebenen zu verbessern. Aktuell entsteht außerhalb von Tiflis in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) ein Wohnprojekt für alte, kranke und behinderte Vertriebene. Das Gebäude soll über 24 Wohneinheiten mit sanitären Einrichtungen verfügen. Dem Haus angegliedert ist ein soziales Zentrum eines lokalen Partners der Diakonie Katastrophenhilfe. So ist dort auch längerfristig die medizinische Versorgung dieser Menschen gesichert.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Nothilfe Kaukasus“.

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de


Für Rückfragen oder Interviewwünsche: Peter Liebe, Tel. 0174/30 20 158

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