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Flüchtlinge weltweit unterversorgt und massiv gefährdet

Diakonie Katastrophenhilfe ruft am Weltflüchtlingstag zu Hilfe für Betroffene auf

Stuttgart, 19.06.2009Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni erinnert die Diakonie Katastrophenhilfe daran, dass Millionen von Menschen aufgrund von Flucht und Vertreibung durch gewaltsame Konflikte unter schwierigsten Bedingungen leben müssen. Das evangelische Hilfswerk beklagt, dass die Vertriebenen häufig unzureichend versorgt sind und appelliert an die Öffentlichkeit, die Betroffenen zu unterstützen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks waren im vergangenen Jahr 42 Millionen Menschen auf der Flucht, die Mehrzahl von ihnen innerhalb ihres Heimatlandes.

Binnenflüchtlinge und intern Vertriebene sind besonders bedroht. Sie leben oft in verstreuten Siedlungen statt in Flüchtlingslagern oder stranden in der Nähe der sich rasch verschiebenden Kriegsfronten. „Sie entbehren des völkerrechtlichen Schutzes, der grenzüberschreitenden Flüchtlingen zusteht“, beklagte Volker Gerdesmeier, Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe. Humanitäre Hilfe für Binnenflüchtlinge sei auch deshalb besonders schwer zu organisieren, weil Konfliktparteien zunehmend den Zugang zu den Hilfsbedürftigen verwehren.

Die Diakonie Katastrophenhilfe engagiert sich weltweit für Menschen auf der Flucht. Sie unterstützt Zehntausende Binnenflüchtlinge in der Demokratischen Republik Kongo, in Kolumbien oder in der sudanesischen Krisenregion Darfur. „Für diese Menschen bricht der Krieg wie eine Naturkatastrophe über sie herein, sie sind ebenso schuldlos wie schutzlos. Sie können sich nicht mehr alleine helfen“, erläuterte Gerdesmeier. „Durch Nahrungsmittel, Trinkwasser, Behelfs-Schulen und psychische Unterstützung können Frauen und Kinder, die am schwersten von Flucht und Gewalt betroffenen Bevölkerungsgruppen, in Würde überleben“, fügte er hinzu.

Ein besonderer Schwerpunkt der Diakonie Katastrophenhilfe ist die Arbeit in Somalia. Das evangelische Hilfswerk ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die trotz des jahrzehntelangen und wieder eskalierenden Bürgerkrieges noch in Somalia tätig sind. Auch in Sri Lanka und Pakistan kommt die Diakonie Katastrophenhilfe dank Spenden und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes Tausenden Flüchtlingen zu Hilfe.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Katastrophenvorsorge. Da im Zuge des Klimawandels die Naturkatastrophen an Schwere und Zahl zunehmen, müssen immer mehr Menschen ihre Heimat verlassen. Deshalb werde die Vorbeugung immer entscheidender, so Gerdesmeier.

Für ihre Arbeit bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de

Für Rückfragen: Rainer Lang, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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