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Evangelisches Hilfswerk stockt Nothilfe für Gaza auf

Hilfslieferungen des kirchlichen Verbunds ACT haben Gaza-Stadt erreicht

Stuttgart, 16.01.2009Nachdem die ersten Hilfslieferungen der Diakonie Katastrophenhilfe den Gaza-Streifen erreicht haben, hat sich die Direktorin des evangelischen Hilfswerks, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, erleichtert gezeigt. Sie betonte, dass dies „äußerst wichtig ist, um die medizinische Notversorgung für zivile Opfer zu sichern“. Angesichts der dramatischen Situation stockt die Diakonie Katastrophenhilfe ihre Nothilfe von 50.000 auf 100.000 Euro auf.

„Der Zunahme des Leidens der Zivilbevölkerung entspricht leider keine Zunahme an Hilfsmöglichkeiten – im Gegenteil“, sagte Füllkrug-Weitzel im Blick auf die immer schwieriger werdende Versorgungslage. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet im Verbund des weltweiten kirchlichen Hilfsnetzwerks ACT (Kirchen helfen gemeinsam) und finanziert vor allem Medikamente und medizinische Güter. Froh ist die Direktorin der kirchlichen Al Ahli-Klinik in Gaza-Stadt, Suhaila Tarazi, über die Hilfslieferung. Die Medikamentenvorräte waren nahezu erschöpft. Die drei Lastwagen brachten auch Nahrungsmittel und Decken. Milch und Protein-Kekse werden an Kleinkinder und stillende Mütter verteilt. Insgesamt erreicht ACT rund 15.000 Menschen.

Füllkrug-Weitzel bedauerte, dass vor wenigen Tagen erneut eine von der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützte Gesundheitsstation bei einem israelischen Luftangriff zerstört worden war. Das Gebäude, in dem die kirchliche Gesundheitsstation in Gaza-Stadt untergebracht war, liegt in Trümmern. Einrichtung und Medikamente sind zerstört worden. Ebenso wie in den zwei weiteren Gesundheitszentren von ACT-Partnern hatte die Arbeit wegen der Kämpfe schon vor dem Angriff eingestellt werden müssen. „Die Zerstörung der Infrastruktur für die dringend erforderliche Versorgung der Bevölkerung – wie auch jüngst der zentralen UN-Versorgungsstelle – ist durch nichts zu entschuldigen und untergräbt humanitäre Prinzipien“, sagte Füllkrug-Weitzel.

Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert weiterhin einen sofortigen Waffenstillstand. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für die dann dringend notwendige Wiederaufbauhilfe. Zerstörte Schulen und Gesundheitseinrichtungen müssen wieder aufgebaut und mit der notwendigen Einrichtung ausgestattet werden. Die Planung stellt dabei Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten für die Menschen in Gaza ins Zentrum.

Für ihre Arbeit bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden unter dem Kennwort: „Naher Osten“

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas International: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Bei Rückfragen: Rainer Lang, Pressereferent: 0711-2159-147 oder 0174-313 56 51

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