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Simbabwe: Katastrophale Situation im Gesundheitswesen

Diakonie Katastrophenhilfe stellt dringend benötigte Medikamente bereit

Stuttgart, 18.12.2008Angesichts der katastrophalen Situation im Gesundheitswesen in Simbabwe weitet die Diakonie Katastrophenhilfe ihre Hilfe für das von einer schweren Choleraepidemie betroffene Land aus. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen stellt das evangelische Hilfswerk schnell dringend benötigte Medikamente bereit. Nach Angaben von Mitarbeitenden der Partnerorganisationen mussten Kliniken schließen, weil sie keinerlei medizinische Ausstattung mehr haben. An vielen Orten sei die medizinische Versorgung völlig zusammengebrochen.

„Es geht darum, den medizinischen Grundbedarf zu sichern, damit Gesundheitsstationen und Krankenhäuser ihre Arbeit wieder aufnehmen können“, betonte Volker Gerdesmeier, Leiter der Abteilung Katastrophenhilfe. Die Helfenden vor Ort haben eindringlich zu mehr Hilfe für die von Hunger und Krankheit bedrohte Bevölkerung Simbabwes aufgerufen. Die Menschen seien dringend auf Unterstützung angewiesen.

Die Helfer weisen darauf hin, dass sich die Choleraepidemie schon seit Monaten abgezeichnet hat. Die Wasserversorgung in den Städten sei so marode gewesen, dass immer mehr Rohre geborsten sind. Die Menschen hätten dann in ihren Vorgärten nach Wasser gegraben, das jedoch schnell von Abwässern verseucht worden sei, heißt es in Berichten der Helfer. Nachdem die Cholera zunächst die Städte erfasst habe, habe sie sich mittlerweile auch auf das Land ausgebreitet. Dort ist die medizinische Versorgung der Menschen den Angaben zufolge äußerst schwierig. In vielen Fällen könne in Dörfern keine medizinische Hilfe geleistet werden, weil der Treibstoff für die Fahrzeuge unerschwinglich geworden sei. Deshalb versuchen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe im Moment, den Treibstoff für die dringendsten Fahrten zu finanzieren.

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schon seit längerer Zeit Hilfe in Simbabwe. Schwerpunkt ist die Landwirtschaft. Dabei geht es um die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion zur Ernährungssicherung. Unter anderem werden Brunnen eingerichtet zur Versorgung der Menschen mit Trinkwasser und zur Bewässerung, wodurch der nun drohenden weiteren Verschlimmerung der Ernährungs- und Gesundheitskrise entgegengewirkt wird.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Simbabwe“ :

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online hier.

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de

Für Rückfragen: Rainer Lang, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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