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Schutz für die Bevölkerung gefordert

Helfer berichten von neuen Flüchtlingsströmen im Ost-Kongo

Stuttgart, 21.11.2008Die anhaltenden Kämpfe in der ostkongolesischen Konfliktregion Nord-Kivu haben nach Angaben der Diakonie Katastrophenhilfe erneut Zehntausende von Menschen in die Flucht getrieben. Den Flüchtlingsstrom hat der sich nach Norden ausdehnende Konflikt ausgelöst, berichten Mitarbeiter von Partnerorganisationen vor Ort. Sie versuchen, den Menschen schnelle Hilfe zu leisten. Die Diakonie Katastrophenhilfe engagiert sich auch im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam). Für dessen Flüchtlingshilfe in Goma stellt das evangelische Hilfswerk 100.000 Euro bereit. Es unterstützt den Appell afrikanischer Kirchenführer zum Schutz der Bevölkerung.

Die meisten Helfer mussten sich aus dem etwa 150 Kilometer nordwestlich von Goma gelegenen Projektgebiet in Lubero, wo sie Flüchtlinge und Aufnahmefamilien unterstützen, vorerst zurückziehen. Sie wollen nun die neuen Flüchtlinge so schnell wie möglich mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Lebensmittel, Wasser und Medikamente, versorgen. Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert sicheren Zugang für humanitäre Hilfe. Nachdem sich die Rebellen zum Teil wieder zurückgezogen haben, hoffen die Helfer nun darauf, dass sich die Lage entspannt.

Das evangelische Hilfswerk warnt auch vor einer Hungerkrise in Lubero, der früheren Kornkammer der Provinz Nord-Kivu. Wegen der unsicheren Lage konnten die Bauern ihre Felder nicht bestellen. Spätestens im Januar müsste den Angaben zufolge mit der Aussaat begonnen werden, um eine Versorgungskrise zu vermeiden. Schon jetzt sei Mangelernährung weit verbreitet, klagen die Helfer.

Eindringlich gewarnt vor der sich zuspitzenden humanitären Katastrophe haben Vertreter der afrikanischen Kirchenkonferenz (AACC). Der ökumenische Dachverband mit mehr als 120 Millionen Christen, der seit Jahren vom evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“ unterstützt wird, hat sich in einem dringenden Appell zur friedlichen Lösung an die Regierungen in der Region sowie die internationale Gemeinschaft gewandt und den Schutz der Zivilisten, darunter besonders der Kinder, Frauen und Älteren, gefordert. Außerdem haben sich die Mitgliedskirchen in der Demokratischen Republik Kongo sowie in den Nachbarländern Ruanda und Burundi dazu verpflichtet, gemeinsam auf eine friedliche Lösung in der Region hinzuarbeiten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden, Kennwort: „Kongo-Konflikt“:

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online hier.

Für Rückfragen: Rainer Lang: 0711/2159-147 sowie 0174 313 56 51

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