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Klimawandel: Hilfswerke verständigen sich auf Zusammenarbeit

Verdoppelung der klimabedingten Naturkatastrophen – Vorsorge vor Katastrophen die größte Herausforderung

Bonn, 14.02.2008

Durch Anpassung an den Klimawandel können Schäden verhindert werden. Besonders auf Nothilfeorganisationen wie die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international, die bereits im Bereich der Katastrophenvorsorge aktiv sind, kommt daher in Zukunft eine Schlüsselrolle zu. „Unsere Partner in den Entwicklungsländern fragen uns, was wir im Norden als Hauptverursacher des Klimawandels dafür tun, die Treibhausgase zu reduzieren und für die Schäden unseres Handelns aufzukommen. Es geht deshalb nicht mehr allein um Barmherzigkeit und Nächstenliebe, sondern auch um unsere Verpflichtung zur Schadensbegrenzung und um Gerechtigkeit, d.h. um Kompensation für Schäden, die von uns verursacht worden sind“, erklärten Oliver Müller (Leiter Caritas international) und Cornelia Füllkrug-Weitzel (Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe).

Als kirchliche Hilfswerke fühlen sich Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international besonders herausgefordert, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Angesichts der prognostizierten Zunahme von klimabedingten Katastrophen ist eine Bündelung der Kräfte wichtig, um der Größe der Herausforderung zu begegnen. Darum wollen die beiden Organisationen in Zukunft auf fachlich-wissenschaftlichem Gebiet eng zusammenarbeiten, gemeinsam Klimaschutz- und Klimapräventionsprojekte durchführen, gemeinsam Partner schulen und sie zum gegenseitigen Austausch zusammenbringen.

Beide Organisationen können auf eine lange Erfahrung in der Katastrophenhilfe und Katastrophenvorsorge zurückblicken. Sie verfügen in allen vom Klimawandel bedrohten Regionen über ein dichtes Netz von Partnerorganisationen, deren Mitarbeitende sich in der Regel aus der lokalen Bevölkerung rekrutieren, die Lebensumstände und Nöte der Menschen aus nächster Nähe kennen und am besten mit ihnen gemeinsam Art und Umfang der benötigten Hilfe bestimmen können. „Wir dürfen mit Maßnahmen der Katastrophenvorsorge nicht länger warten, wollen wir nicht Gefahr laufen, dass „es zu spät ist“, appellierten Füllkrug-Weitzel und Müller.

Weitere Informationen zur Klimatagung finden Sie im Internet hier.

Für Rückfragen:

Stefan Libisch (Diakonie Katastrophenhilfe): 0711-2159-373 oder 0172-6259352
Achim Reinke (Caritas international): 0761-200-515 oder 0179-1062487

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