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Indien: Schlimmste Flut seit einem halben Jahrhundert

Zwei Millionen Menschen im Osten des Landes betroffen – Nothilfe läuft an

Stuttgart, 29.08.2008Die Diakonie Katastrophenhilfe hat 250.000 Euro für die Opfer der schweren Überflutungen in Indien und Nepal bereit gestellt. Die indischen Partner des evangelischen Hilfswerks sagen, es sei die schlimmste Flut seit 50 Jahren in Ostindien. Mehr als zwei Millionen Menschen mussten vor den Wassermassen flüchten. Rund 50 Personen seien ertrunken, heißt es. Insgesamt seien etwa 250.000 Häuser, zahlreiche Dämme und die Ernte zerstört worden.

Während indische Medien von einer „entfesselten Flut“ sprechen und deren Ausmaß mit dem des Wirbelsturms „Katrina“ in New Orleans 2005 vergleichen, wird die Katastrophe in Deutschland kaum wahrgenommen. „Überschwemmungen in Asien werden inzwischen offenbar als Normalität hingenommen, auch wenn sie enorme Ausmaße haben“, beklagte der Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe, Volker Gerdesmeier.

Er bezeichnete die seit Jahren immer heftiger werdenden Monsunregen, die in diesem Jahr in Asien bisher rund 1.000 Todesopfer forderten, als besorgniserregend. Der Klimaexperte der Diakonie Katastrophenhilfe, Peter Rottach, sieht darin eine Folge des weltweiten Temperaturanstiegs. Auch Vertreter offizieller Stellen in Indien befürchten laut Medienberichten, dass solche Überflutungen wegen des Klimawandels immer häufiger werden. Im vergangenen Jahr hatten allein Überschwemmungen in Ostindien und Bangladesch 2.000 Menschen das Leben gekostet und 30 Millionen obdachlos gemacht.

„Angesichts des Ausmaßes der gegenwärtigen Katastrophe haben wir uns auf eine Hilfsaktion in großem Maßstab eingestellt“, betonte der Leiter des indischen Hilfswerks CASA, Sushant Agrawal. „Wir müssen jetzt schnell handeln“, fügte er hinzu. Die kirchliche Hilfsorganisation ist eine der drei Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe, die gegenwärtig in Indien Nahrungsmittel, Kleider, Decken, Plastikplanen und Baumaterial für Notunterkünfte an die Opfer verteilen. Eine Mitarbeiterin der Diakonie Katastrophenhilfe hält sich zur Zeit in Indien auf und koordiniert die Maßnahmen. Außerdem unterstützt das Hilfswerk Flutopfer im benachbarten Nepal.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Fluthilfe Asien“

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de


Für Rückfragen: Rainer Lang, Pressereferent: 0711-2159-147 oder 0174-313 56 51

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