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Haiti: Wirbelstürme verwüsten das Land

Sicherung der Ernährung vordringliche Aufgabe in dem armen Karibikstaat

Stuttgart, 05.09.2008Nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe spitzt sich die humanitäre Krise in Haiti nach den jüngsten Wirbelstürmen immer weiter zu. Nun bedroht mit Wirbelsturm „Ike“ der vierte Hurrikan den verarmten und krisengeschüttelten Karibikstaat. Das evangelische Hilfswerk warnt vor einer bedrohlichen Nahrungsmittelkrise, die langfristig bis zu vier Millionen Menschen betreffen könnte. Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti hat angesichts des Ausmaßes der Schäden sofort mit der Nothilfe für die Sturmopfer in Haiti sowie in der benachbarten Dominikanischen Republik begonnen.

Hauptleidtragende der Wirbelstürme sind die Menschen in Haiti. Hier sind bislang mehr als 200 Todesopfer zu beklagen, mehr als eine Million Menschen sind betroffen. „Manche haben die letzten drei Tage ohne Nahrungsmittel auf Dächern ausharren müssen. Weite Teile des Landes sind überflutet“, berichtete Astrid Nissen, Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, von der aktuellen Lage im Norden des Landes bei Gonaives, den Wirbelsturm „Hanna“ verwüstet hat.

Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe hat mit der Nothilfe im schwer betroffenen Südosten des Landes begonnen, wo Wirbelsturm „Fay“ und „Gustav“ verheerende Überflutungen verursacht haben, die „Hanna“ verstärkt hat. In der Region, in der die Diakonie Katastrophenhilfe seit Jahren Hilfe leistet, erhalten zunächst 1.000 Personen Nahrungsmittelpakete. Außerdem unterstützt das Hilfswerk 750 Betroffene im Nachbarland Dominikanische Republik. Weiter sollen in Haiti, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, 24 Tonnen Nahrungsmittel an über 25.000 Menschen verteilt werden.

Erst im April gab es im Land Hungerrevolten. Die Diakonie Katastrophenhilfe befürchtet auch jetzt den Zusammenbruch der Nahrungsmittelversorgung. „Die großen Schäden an landwirtschaftlichen Anbauflächen und die ohnehin labilen Strukturen verschärfen die Hungerkrise im Land“, betonte Nissen. „Für die Nothilfe können wir glücklicherweise auf Silos zurückgreifen, die wir in unserem Projektgebiet für Vorratshaltung errichtet haben“, so die Helferin. Das Ausmaß der humanitären Krise hält sie für schlimmer als vor vier Jahren, als ein Wirbelsturm 2.000 Menschen tötete. Sie hält nicht nur den Wiederaufbau, sondern vor allem die langfristige Sicherung der Ernährung für vordringlich.

Nissen berichtet von verheerenden Zerstörungen. Bananenplantagen oder Anpflanzungen für Bohnen, Avocados und Brotfrüchte seien überflutet. Allein im Südosten des Landes sind 2.500 Häuser völlig zerstört und 6.000 beschädigt. Die Menschen würden verzweifelt auf Hilfe warten. „Aber schlechte Straßenverhältnisse, zerstörte Brücken und anhaltender Regen erschweren die Versorgung der Opfer enorm“, fügte sie hinzu.
Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Sturmhilfe Karibik“

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Astrid Nissen steht in Haiti für Interviews zur Verfügung. Anfragen an Rainer Lang, Pressereferent, Tel.: 0711 2159-147 oder 0174 313 56 51

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