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Birma: „Die Sturmopfer nicht im Stich lassen“

Diakonie Katastrophenhilfe stockt Hilfe auf 250.000 Euro auf

Stuttgart, 08.05.2008Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Soforthilfe für die Opfer des verheerenden Zyklons Nargis in Birma (Myanmar) von 50.000 auf 250.000 Euro aufgestockt. „Als Christen können wir Menschen mit zerschlagenen Existenzen und Hoffnungen nicht im Stich lassen“, sagte die Direktorin des evangelischen Hilfswerks, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die rund 60 Mitarbeiter des lokalen Partners FREDA sind vor Ort dabei, so viel Opfern wie möglich in dem am meisten betroffenen Irrawaddy-Delta zu helfen. Zugleich engagiert sich die Diakonie Katastrophenhilfe im internationalen kirchlichen Netzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam).

Erwägungen, angesichts der Politik der Junta in Birma keine Hilfe zu leisten, bezeichnete Füllkrug-Weitzel als zynisch. „Unterlassene Hilfeleistung widerspricht unserem Auftrag.“ Ersten Berichten zufolge sind die Lebensmittelvorräte der Überlebenden erschöpft. Die meisten sind mit dem nackten Leben davongekommen. Es sei jedoch wichtig, so viel Hilfe wie möglich über zivilgesellschaftliche Organisationen zu leisten, anstatt sie dem Staat in die Kassen fließen zu lassen, betonte die Direktorin. Sie dankte allen Menschen, die die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Spenden unterstützen. Außerdem zeigte sie sich erleichtert, dass nach bisherigen Informationen alle Mitarbeiter von FREDA die Katastrophe überlebt haben.

FREDA versorgt mit Hilfe der Diakonie Katastrophenhilfe die Opfer mit den Gütern, die am dringendsten benötigt werden: Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente sowie Planen für provisorische Unterkünfte. Diese Güter seien noch auf den lokalen Märkten erhältlich, erläuterte Peter Rottach, Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Auch wenn die Preise gestiegen seien, könnten nur so die Opfer schnellstmöglich versorgt werden, erläuterte Rottach. Außerdem müsse auch in der ersten Nothilfe-Phase angesichts des Ausmaßes der Katastrophe an den Wiederaufbau der zerstörten Häuser gedacht werden.

Die Nichtregierungsorganisation FREDA (Forest Resource Environment Development and Conservation Association) kann auf ein Netzwerk vor Ort zurückgreifen. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt FREDA seit längerem bei der Aufforstung von Mangrovenwäldern an der Küste. Die Regierung hat die Abholzung der Wälder, die Schutz vor Stürmen bieten, zugunsten des Reisanbaus in den vergangenen Jahrzehnten gefördert.

Die Diakonie Katastrophenhilfe engagiert sich auch im internationalen Netzwerk ACT protestantischer und orthodoxer Kirchen und Hilfswerke in Genf. In diesem Rahmen organisieren die Partner eine breit angelegte und koordinierte Hilfsaktion. Mit Hochdruck werden momentan die Fragen nach Erteilung von Visa sowie der Möglichkeit, Hilfsgüter ins Land zu bringen, geklärt. Dabei können die bisherigen Erfahrungen der schon im Land tätigen Partnerorganisationen und der Mitgliedsorganisationen in Nachbarländern genutzt werden. So hat das indische kirchliche Hilfswerk CASA schon Mitarbeiter ins Katastrophengebiet entsandt. Auch die kirchlichen Partner im Nachbarland Bangladesch haben ihre Unterstützung zugesagt.

Peter Rottach ist ab Freitag in Birma und steht dort für Interviews zur Verfügung.

Für ihre Hilfe in Birma bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Zyklon Birma“.

Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/zyklon-birma
Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online www.caritas-international.de

Für Rückfragen und Interviewwünsche:
Rainer Lang: 0711-2159-147 oder 0175-40 69 316

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